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„Seebad“-Verzögerung stößt in Prora auf Unverständnis

Binz „Seebad“-Verzögerung stößt in Prora auf Unverständnis

Die meisten Touristiker halten die baldige Titelverleihung für sehr wichtig

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In Prora soll neben neuen Gästebetten auch touristische Infrastruktur entstehen.

Quelle: Foto: Stefan Sauer

Binz. Dass von dem Binzer Antrag für eine Prädikatisierung Proras als Seebad in den Ministerien bisher keiner etwas wusste, sorgt im Ostseebad für reichlich Gesprächsstoff. „Wir im Vorstand sind alle schon sehr erstaunt darüber und hoffen, dass sich das alles aufklärt. Das wäre ein großer Rückschritt und ein schlechtes Aushängeschild für unseren Ort“, erklärt Ronald Rambow, Vorstandsvorsitzender des Binzer Fremdenverkehrsvereins, gegenüber der OZ. Der Verein vertritt im Ostseebad 8500 von insgesamt 15 000 Betten im Ort und hatte im Vorfeld der neuen Kurabgabe ab Mai harsche Kritik geäußert. „Die ganze Kalkulation der Kurabgabe stimmt dann ja nicht mehr, weil sie auf der Basis der Prädikatisierung von Prora gemacht wurde. Und mit der prognostizierten Kurabgabe sind Investitionen geplant wie die Promenadenverlängerung und die Rettungstürme. So haben wir gar keine Planungssicherheit mehr. Für mich bleibt zudem die Frage: Kann ab Mai dann überhaupt die neue Kurabgabe kassiert werden?“

OZ-Bild

Die meisten Touristiker halten die baldige Titelverleihung für sehr wichtig

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Eher gelassen sieht Birte Löhr, Generaldirektorin der Private Palace Hotels in Binz, die Angelegenheit. „Ich bin da sehr entspannt und finde es nicht besonders wichtig, ob der Titel ein Jahr eher oder später kommt. Ich glaube nicht, dass dadurch Nachteile entstehen. Aber wenn deshalb Zuschüsse vom Land ausbleiben würden, wäre das schon schade.“ Die Entwicklung in Prora sieht Birte Löhr „sehr positiv“. „Ich freue mich über die neuen Gäste, die dadurch angelockt werden.

Ulf Dormann, Vorsitzender des Betriebsausschusses Kurverwaltung der Gemeindevertretung, findet das Hickhack um den Antrag „sehr ärgerlich“. Wir haben das Geld ja schon eingeplant und sind mit dem Titel hausieren gegangen. Aber wir werden den Haushalt sowieso noch einmal ändern müssen, weil Block I nicht wie geplant im Mai schon fertig wird. Dadurch fließen bereits eingeplante Kureinnahmen nicht, die nicht unerheblich sind bei der Bettenanzahl.“ Allerdings wäre eine verpatzte Antragstellung im nächsten Jahr schlimmer gewesen. In diesem Jahr könne Binz wahrscheinlich noch nicht alles vorweisen, was für eine Titelverleihung notwendig sei, wie zum Beispiel Rettungstürme. „Wir brauchen die Prädikatisierung von Prora für die Kurtaxeinnahmen, um den Ortsteil von Binz weiterzuentwickeln. Der Antrag ist nun gestellt, mal sehen, ob es für eine Prädikatisierung schon reicht“, so Dohrmann.

Ähnlich sieht es der Vorsitzende des Tourismusverbandes Rügen, Knut Schäfer: „Das Problem beim Seebad-Status ist, dass die touristische Infrastruktur schon fertig sein muss für eine Prädikatisierung.

Dies wäre im Mai unrealistisch gewesen.“ Es sei aber wichtig, dass Prora zeitnah Seebad wird. „Ich weiß, dass die Kurverwaltung und die Gemeinde dafür alles erdenklich Mögliche machen. Ich finde es sehr kontraproduktiv, wenn man in solch einer Situation mit einem so wichtigen Thema mit Mutmaßungen hausieren geht. Prora ist eine Mammutaufgabe, die starke Personen braucht. Und das ist Kai Gardeja zweifelsohne, er hat mein vollstes Vertrauen“, so Schäfer, der die „hoch professionelle Arbeit“ des Kurdirektors sehr schätze.

Gerit Herold

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