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Seemannsmission wird im Fährhafen auf Rügen eröffnet

Mukran Seemannsmission wird im Fährhafen auf Rügen eröffnet

Engagierte Sassnitzer haben im Passagierterminal in Mukran einen Anlaufpunkt für Seeleute etabliert.

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Weisen mit dem Leuchtturm in der Hand Seefahrern den Weg in ihre neue „Wohnstube“ im Fährhafen Mukran - Matthias Raths, Marianne Plamper, Peter Leukroth und Ronald Damp (v.l.n.r.) vom Verein der Sassnitzer Seemannsmission vor dem Passagierterminal.

Quelle: Udo Burwitz

Mukran. Für Seeleute soll noch in diesem Monat eine Seemannsmission im Fährhafen Mukran eröffnet werden. Diesen Anlaufpunkt haben Sassnitzer geschaffen, die sich im Verein der Seemannsmission in der Hafenstadt auf Rügen engagieren. Die Fährhafengesellschaft stellte dem Verein dafür kostenfrei Räume im Passagierterminal zur Verfügung, die ehemals für die Zollabfertigung genutzt wurden. Ehrenamtler des Vereins haben die Räume inzwischen renoviert und in ein „Wohnzimmer“ mit Couchgarnitur, kleinem Tresen mit Getränkeausgabe für die im Fährhafen vor Anker gehenden Seefahrer aus aller Herren Länder verwandelt. Auch eine kleine Gebetsecke wurde eingerichtet. An einer Billardplatte werden sich die Seeleute sportlich betätigen können. Mit einem Auto will der Verein als Betreiber der Mission auch dafür sorgen, dass die Seeleute mobil sind, um zum Beispiel Bankgeschäfte oder Arztbesuche erledigen zu können. Ausgestattet werden soll die Mission noch mit zwei Computern, mit denen die Fahrensleute mit ihren Familien daheim skypen können.

In Sassnitz hat es bereits eine Seemannsmission gegeben. Sie wurde 1994 auf Initiative der ehemaligen Pastorin Thurid Pörksen ins Leben gerufen. Diese Begegnungsstätte, die im Grundtvighaus eingerichtet war, musste ihre Arbeit im Oktober 2013 allerdings aus finanziellen Gründen einstellen. Es fehlte das Geld für den aus Spenden finanzierten Betrieb. Die Situation hat sich jetzt gebessert. Im vergangenen Oktober beschloss der nach wie vor existierende Verein der Sassnitzer Seemannsmission, dass Mukran-Projekt anzuschieben. Laut aktueller Planung soll die Mission im Fährhafen immer dienstags, donnerstags und sonntags für die Seeleute geöffnet werden.

Solche Anlaufpunkte, die Seeleuten Hilfe geben und für sie Ort der Kommunikation sind, haben bereits eine lange Tradition. Die Deutsche Seemannsmission besteht seit 1898 und ist eine christliche Sozialeinrichtung. Sie betreibt in 17 deutschen Städten, unter anderen Emden, Hamburg, Bremen und Rostock, sowie in 20 Städten rund um den Globus solche Stationen.

Von Burwitz, Udo

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