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Seilgarten in Prora ist fit für die neue Saison

Prora Seilgarten in Prora ist fit für die neue Saison

Jedes Jahr werden die verschiedenen Parcours gründlich überarbeitet / Neu in diesem Jahr ist ein Seilkorb, in dem sich die Kletterer selbst von Baum zu Baum ziehen

Prora. Frisch geputzt und überarbeitet präsentiert sich dieser Tage der Seilgarten in Prora. Auf dem Gelände am Block III des ehemaligen KdF- Bades Prora können Besucher auf elf Routen in luftiger Höhe durch die Bäume klettern.

Jedes Jahr werden die Kletterherausforderungen aufs Neue geprüft und für die Stammgäste Neuerungen eingeführt. „Im vergangenen Jahr haben wir drei Routen komplett neu überarbeitet“, berichtet Inhaberin Angelika Häusler. „Dieses Jahr ist unser Highlight ein Seilkorb in Parcours 6, in dem die Kletterer sich selbst auf die andere Seite transportieren müssen.“ Auch auf dem Boden hat sich viel getan: „Wir haben seit Anfang März intensiv gearbeitet und viele neue Unterstände und Sitzmöglichkeiten geschaffen“, berichtet die 45-Jährige.

Die Frau aus dem Schwarzwald leitet den Seilgarten Prora gemeinsam mit ihrem Mann seit 2008. Rund 120 000 Gäste haben sie seither gehabt. „Wir investieren viel, um auf dem neusten Stand der Technik zu bleiben“, berichtet die Trainerin. Auf das Sicherungssystem ist Angelika Häusler besonders stolz. „Mit diesem System sind Kletterer 100 Prozent vor einem Absturz geschützt, sie können nämlich immer nur einen von zwei Sicherungskarabinern öffnen und umhaken.“

Und auch für die Eltern ist der Besuch im Seilgarten dadurch entspannter: „Die Kinder sind hier besser gesichert, als auf dem Spielplatz. Da klettern sie ohne Netz und doppelten Boden auf Spielgeräte, die oft vier, fünf Meter hoch sind“, meint etwa Nicole Reichel. Ihre Tochter Nora (7) turnt derweil in den Ästen über Mamas Kopf herum, angelt nach dem Sicherungsseil und hakt ihren Karabiner ein. Mutig richtet die junge Berlinerin den Blick nach vorn und nimmt die Wackelbrücke in Angriff.

Gar nicht so einfach, ganz ohne Geländer auf den schwingenden Holzstämmen zu balancieren. Doch Nora meistert die erste Aufgabe von Parcours 2 im Seilgarten ohne Probleme. Mama Nicole Fischer freut sich: „Das macht sie toll. Hier im Seilgarten gibt es zwei Routen, die sie auch schon schafft. Die meisten Parks haben nur einen Kinderparcours, den findet Nora zu leicht.“Auch Sohn Jakob ist im Seilgarten unterwegs. Mit seinen 10 Jahren schafft er die leichten und mittelschweren Routen schon allein und hat einen Heidenspaß, als er mit Karacho eine Seilbahn hinabsaust. „Das ist so cool!

Überall kribbelt es. Und wenn man am Ende gegen die Matten knallt, erschreckt man sich erst mal“, sprudelt es aus dem 10-Jährigen heraus.

Auch Mama Nicole findet die Seilbahn toll.„Ich habe es zwar nicht geschafft, elegant in der Matte zu landen, aber es ist total lustig“, meint sie. Noch mehr genießt sie die gemeinsame Zeit mit der Familie in der Natur. „Die Kinder sind begeistert und rund zwei Stunden richtig gern draußen.“

Auch Lehrer nutzen den Seilgarten gern für einen Ausflug mit der Klasse, die Sicherungstechnik macht es möglich. Trotzdem gibt es Unverbesserliche, die vor dem Klettern große Reden schwingen. „Die versuchen dann zum Teil ohne Sicherung zum Parcours aufzusteigen. Das geht gar nicht. Wer nicht auf unsere Aufforderung, sich zu sichern, hört, muss gehen“, macht Angelika Häusler deutlich. Auch Leute, die betrunken klettern wollen, schickt die Betriebswirtin mit Industriekletterausbildung weg, denn die Strecken fordern volle Aufmerksamkeit. Und an manchen scheitern auch mutige Kletterer.

„Es gibt eine Aufgabe, an der viele verzweifeln“, verrät Angelika. Sie beobachtet Jeannine Menke (16), die sich auf der Route 8 den gefürchteten „T-Bones“ nähert. Hinter dem Begriff verbergen sich sechs glatte Baumstämme, die nur mithilfe von kleinen Tritthölzern an den Stämmen zu überqueren sind.

„Im Sommer steht an der Stelle unser ,T-Bone-Flüsterer'. Er hilft den verzweifelten Kletterern, diese Aufgabe zu meistern“, lächelt Angelika. Denn Jeannine muss nun ihr Sicherungsseil loslassen, den Baumstamm mit beiden Armen umfassen. Dann angelt sie auf dem schwankenden Holz vier Meter über dem Boden nach dem Nachbarstamm, zieht ihn zu sich heran und wechselt dann geschickt auf diesen T-Bone. „Die Leute sind so stolz, wenn sie diese Aufgabe gemeistert haben, obwohl sie eigentlich aufgeben wollten“, weiß Angelika. Nora und Jakob Reichel sparen sich diese Aufgabe noch ein bisschen auf — bis zum nächsten Besuch.

Von Gaia Born

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