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Sellin hat bisher beste Vorsaison hingelegt

Sellin Sellin hat bisher beste Vorsaison hingelegt

Übernachtungszahlen sind gestiegen und liegen im Landestrend - auch in Binz

Sellin. Das Ostseebad Sellin hat die bisher beste Vorsaison hingelegt. „Seit 1990 wurden noch nie so viele Übernachtungen von Januar bis Mai im Ostseebad gezählt“, informierte Jörg Meisel, Statistikexperte bei der Kurverwaltung, auf der letzten Sitzung des Tourismusausschusses der Gemeindevertretung. In den ersten fünf Monaten standen 244284 Übernachtungen zu Buche, das sind 9,91 Prozent mehr als zum Vorjahr. Ein Vergleich: Im Jahre 2007 waren es noch 162880 Übernachtungen. „Das macht Spaß, solche Zahlen zu präsentieren“, kommentierte Ausschussvorsitzender Achim Kreß.

Die genannten Zahlen beziehen sich auf die insgesamt 8250 Betten im Ort. Das Statistische Amt MV bezieht sich dagegen lediglich auf 4908 Betten, weil in seiner Statistik nur Pensionen, Hotels und Ferienwohnungen mit jeweils mehr als acht Betten Eingang finden, aber keine Kleinvermieter.

Ein Blick in die Landesstatistik auf die Zahlen von Januar bis März zeige auch, dass die Entwicklung in Sellin (plus 21 Prozent) im durchschnittlichen Trend in Mecklenburg-Vorpommern liege. „Wir sind genau auf der Welle im Land mitgeschwommen“, so Meisel und verweist auch darauf, dass in diesem Jahr das Ostergeschäft schon im März lag. In MV ist der Wert bei Übernachtungen um 14 Prozent gestiegen, im Kreis Vorpommern-Rügen um 20 Prozent. Aber es gab auch Ausreißer nach oben und unten: Göhren: minus 19 Prozent, Lohme minus 14,7 Prozent, Dranske plus 322 Prozent, Thiessow plus 207 Prozent, Ummanz 210 Prozent.

Auch im größten Ostseebad der Insel Rügen sahen die Zahlen von Januar bis Mai gut aus. In Binz mit seinen insgesamt 15134 Betten (Statistsiches Amt MV: 13159 Betten) wurden 151212 Gästeankünfte (plus 3 Prozent) sowie 231063 Übernachtungen (plus 5 Prozent) gezählt, informierte Bürgermeister Karsten Schneider auf der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die Aufenthaltsdauer lag wie schon im Vorjahr bei 4, 9 Tagen. „Binz ist gut gefragt“, freute sich Schneider und verwies gleichzeitig auf die momentane „geopolitische Lage“, die die guten Zahlen wohl etwas relativiere.

In Sellin seien in punkto Übernachtungen besonders die Ferienwohnungen erfreulich, die sonst allgemein eher schwächeln aufgrund des Überangebotes. Hier gab es einen Zuwachs von 86752 Übernachtungen auf 99033 (plus 14, 2 Prozent). Die Hotels haben 10, 3 Prozent zugelegt. Die Übernachtungszahl stieg von 77816 auf 85846. Das Segment Klinik/Jugendherberge/Campingplatz ist um 5,59 Prozent von 46864 auf 49. 485 Übernachtungen gewachsen. „Besonders der Bereich Camping/Caravan hat sich in dieser Vorsaison gut entwickelt“, so Meisel. Eine kleine Talfahrt gab es im Bereich der Pensionen von 11009 auf 9894 Übernachtungen. Das sei vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass die Pension „Tatjana“ weggefallen ist. Noch mehr als die Selliner Übernachtungszahlen sind die Kurtaxe-Einnahmen prozentual gestiegen, konnte Jörg Meisel verkünden. Ein Grund dafür ist die Einführung der Hundekurtaxe in diesem Jahr. Seit Januar kostet der Bello pro Tag 50 Cent, nachdem im letzten und diesem Jahr in Sellin und den Ortsteilen Hundetoiletten aufgestellt wurden. 11 sind es derzeit. „Sieben weitere sind bestellt, aber noch nicht da“, informierte Kurdirektorin Adriana Zawisza. In den nächsten Jahren sind jeweils drei bis fünf weitere eingeplant. Für die ersten fünf Monate dieses Jahres wurde schon für 1019 Hunde Kurtaxe gezahlt. Es wurden dabei 4504 Übernachtungen gezählt. Also war jeder Hund im Durchschnitt 4,4 Tage da, so Meisel. Auch in der Sparte „Dienstreisende“, die keine Kurabgabe zahlen müssen, habe sich etwas bewegt. Nach erheblichen Zunahmen in den vergangenen Jahren wurde hier verstärkt hingeschaut. Ergebnis: Die Zahl fiel von 4498 auf 3308 Übernachtungen.

Gerit Herold

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