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Spitzenwert: Gäste zahlen in Binz 2,85 Euro Kurtaxe

Binz Spitzenwert: Gäste zahlen in Binz 2,85 Euro Kurtaxe

Fremdenverkehrsverein: Neueregelung ist zu kurzfristig für Vermieter und Gäste

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Infotafel an der Binzer Strandpromenade.

Quelle: Robby Günther

Binz. Damit dürfte Binz den Spitzenwert im Land haben: 2,85 Euro Kurtaxe muss der Gast ab dem 1. Mai pro Tag zahlen – ganzjährig. Mit einer knappen E-Mail aus der Kurverwaltung sind die Vermieter über die neuesten Änderungen der aktuellen Kurabgabesatzung letzte Woche informiert worden.Die neue Regelung wurde von den Gemeindevertretern während ihrer jüngsten Sitzung am 6. April beschlossen. In der hatte sich die politische Mehrheit dafür ausgesprochen, den An- und Abreisetag als nur einen Berechnungstag beizubehalten. Und damit den Vorschlag abgelehnt, dass für den An- und Abreisetag künftig jeweils die volle Kurtaxe fällig sei. Kurdirektor Kai Gardeja hatte daraufhin angekündigt, dass nachzukalkulieren sei, was ein Erwachsener nunmehr ganzjährig an Kurtaxe zu zahlen hat. Konkret heißt es nun dazu aus der Abteilung „Kurkartenabrechnung“: Die Kurabgabe beträgt ganzjährig 2,85 Euro für kurabgabepflichtige Erwachsene. Es wird nicht mehr in Haupt- und Nebensaison unterschieden. Alleinreisende Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind fortan von der Zahlung der Kurabgabe befreit. Hundebesitzer müssen für ihre vierbeinigen Begleiter mehr zahlen: Für Bello ist durch den Halter ganzjährig eine Aufenthaltsabgabe in Höhe von einem Euro pro Tag zu entrichten. Die Jahresaufenthaltsabgabe beträgt 30 Euro.

Neue Satzung bereits im März beschlossen

Das Erhebungsgebiet betrifft den Ortsteil Ostseebad Binz sowie den Campingplatz „Meier“ und den des „Bundeswehrsozialwerkes“ im Ortsteil Prora. Prora selbst bleibt wegen der vorerst geplatzten Prädikatisierung als „Seebad“ durch Ungereimtheiten in der Antragstellung (die OZ berichtete) frei von Kurtaxe. Schon im März hatte die Gemeindevertretung eine neue Satzung beschlossen: Demnach sollten Gäste in Binz das ganze Jahr über 2,60 Euro Kurtaxe zahlen, es keine Unterteilung in Haupt- und Nebensaison mehr geben, die beiden bisherigen Erhebungsgebiete aufgehoben werden und nur noch eine Zone existieren. Und: Gäste sollten für den Anreise- und den Abreisetag bezahlen. Bisher werden beide Tage als nur einer berechnet. Hintergrund für die neue Abgabensatzung sind benötigte Mehreinnahmen, mit denen Investitionen in die Infrastruktur im Binzer Ortsteil Prora getätigt werden sollen. Für Prora war schon in diesem Jahr der Titel „Seebad“ angestrebt.

Fremdenverkehrsverein fordert Trennung von Haupt und Nebensaison

„Die Zusammenfassung in einen Berechnungstag für die An- und Abreise begrüßen wir ausdrücklich“, sagte Roland Rambow, Vorstandsvorsitzender des Binzer Fremdenverkehrsvereins. Dieser hatte die Pläne für eine volle Abgabe an beiden Tagen harsch kritisiert und als „Abzocke“ bezeichnet. „Wir sind froh, dass nun erst einmal eine Lösung gefunden wurde, aber sie kommt extrem kurzfristig“, so Rambow. „Die E-Mail wurde am 21. April versandt – das sind nicht mal zwei Wochen Zeit bis 1. Mai. Das ist eine Zumutung für alle Vermieter, dass hier erst jetzt eine Aussage getroffen wird. Dann kann die Kurtaxe eben erst ab dem 1. November erhöht werden!“ Der Fremdenverkehrsverein, der im Ostseebad 8500 von insgesamt 15 000 Betten vertritt, fordert weiterhin die Trennung zwischen Hauptsaison und Nebensaison. „Dafür kann man beide Saisonzeiten im Preis anheben“, meint Rambow.

Anne Friederike Ziebarth

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