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Tierpark-Streit: Jetzt haben die Bürger das Wort

Sassnitz Tierpark-Streit: Jetzt haben die Bürger das Wort

Die Fraktion der Linken in der Sassnitzer Stadtvertretung veranstaltet Einwohnerversammlung. Sie fordert eine Sanierung der Einrichtung, deren teilweisen Rückbau die Stadtverordneten jüngst beschlossen hatten.

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Christian Fischer, Personalchef im D+S-Callcenter Lietzow, lockt Waschbär „Ouzo“ im Sassnitzer Tierpark mit einer Erdnuss. Das Lietzower Unternehmen übernahm zu Wochenbeginn die Patenschaft für den Kleinbären.

Quelle: Udo Burwitz

Sassnitz. Zur Rettung des einzigen Tierparks auf der Insel Rügen in Sassnitz will die Fraktion der Linken in der Stadtvertretung jetzt die Bürger zu Wort kommen lassen. Die Fraktion veranstaltet am kommenden Dienstag im E-Werk eine Einwohnerversammlung, in der Möglichkeiten zum Erhalt des Tierparks ausgelotet werden sollen.

Die Fraktion der Linken favorisiert eine „grundhafte Erneuerung“ des Tierparks. Dafür sei die Finanzierung gesichert, begründet Fraktionsvorsitzender Norbert Schult. Zudem werde der Tierpark damit so hergerichtet, dass er langfristig den EU-Zoorichtlinien entspreche. Ein vorliegendes Konzept für die komplette und mehr als 2,8 Millionen Euro teure Neugestaltung des Tierparks, für dessen Umsetzen das Land eine 90-prozentige Förderung zugesagt hat, lehnte die Mehrheit der Stadtvertretung in jüngster Sitzung aber ab. Sie sprach sich stattdessen für einen moderaten Rückbau des Tierparks aus.

Wie der teilweise Rückbau finanziert werden soll, ist zur Zeit offen. Bürgermeister Frank Kracht zweifelt, dass der auch gefördert wird. In ihrer Mai-Sitzung werden sich die Stadtvertreter erneut mit dem Tierpark befassen. Die Linken haben bereits einen Antrag eingereicht, der auf eine Erneuerung der Anlage zielt. Laut Kracht haben auch die Christdemokraten einen Antrag zum Tierpark für die Sitzung angekündigt.

Für den Erhalt des Tierparks spricht sich auch das D+S-Callcenter in Lietzow aus. Zu Wochenbeginn übernahm das zu den größten Arbeitgebern auf Rügen zählende Unternehmen die Patenschaft für den Waschbären „Ouzo“ im Tierpark Sassnitz. Damit unterstützt das Callcenter Rügens einzigen Tierpark nicht nur ideell, sondern auch finanziell. Das Unternehmen zahlt im Jahr für die Patenschaft 120 Euro. Dieses Geld wird für den Betrieb und Unterhalt der kommunalen Einrichtung eingesetzt. Aktuell gibt es 33 solcher Patenschaften im Tierpark Sassnitz.

Von Burwitz, Udo

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