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Unglaublich: Über 16000 Autos an einem Tag am Mönchguttor

Bäderküste Unglaublich: Über 16000 Autos an einem Tag am Mönchguttor

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen hat seine diesjährige Verkehrszählung abgeschlossen / Das Aufkommen der Fahrzeuge an der Kapazitätsgrenze

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Ein hohes Verkehrsaufkommen und Rückstaus gibt es im Sommer auch am Kreisel zwischen Göhren und Baabe auf der B 196.

Quelle: Biosphärenreservat

Bäderküste. Was für eine wahnsinnige Automasse: Am 3. August passierten insgesamt 16245 Fahrzeuge das Mönchguttor zwischen Sellin und Baabe. So viele wurden bisher noch nie gezählt.

Mehr Busse im Sommer

40 Busse und mehr sind im Sommer auf Rügen an einem Tag insgesamt etwa 16000 Kilometer unterwegs. Mit dem Sommerfahrplan wurde auf vielen nachgefragten Strecken das Angebot erweitert und der Takt verdichtet.

Info: www.vvr-bus.de

„Dies sind 209 Fahrzeuge mehr, als im Vorjahr an einem Mittwoch an derselben Stelle gezählt worden sind“, erklärt Stefan Woidig vom Biosphärenresrevat Südost-Rügen. Dessen Verwaltung lässt schon seit 1993 alljährlich Verkehrszählungen durchführen. Fazit: Im Hochsommer hat das Verkehrsaufkommen im Südosten der Insel Rügen schon seit Jahren die Kapazitätsgrenze erreicht. Und somit auch die Schmerzgrenze bei Insulanern und ihren Gästen.

Gezählt wurde im August zwischen 6 und 20 Uhr jeweils an zwei Wochentagen, am Mittwoch und Sonntag, um die Verkehrssituation sowohl wochentags als auch am Wochenende zu erfassen. Die meisten Verkehrsbewegungen wurden jeweils am Vormittag zwischen 10 und 12 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr erfasst. Hier wird ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Tagesablauf der Verkehrsteilnehmer gesehen.

Hierbei sei zu beachten, dass die Zählungen stark durch die Wetterlage variieren, da das Wetter einen deutlichen Einfluss auf das Ausflugsverhalten der Besucher hat. „Innerhalb der letzten beiden Jahre waren die Wetterbedingungen an den Zähltagen schlecht, so dass es zu einem Anstieg der Verkehrsbewegung im Vergleich zu Vorjahren an Sonnentagen gekommen ist“, so Woidig. Während die Zahl der Radfahrer an Schlechtwettertagen zurückgeht, ist ein starker Anstieg an Pkw zu verzeichnen. Insbesondere die Hansestadt Stralsund mit ihren vielfältigen Museumsangeboten sei ein beliebtes Schlechtwetter-Ausflugsziel für Rügen-Gäste.

„Es handelt sich bei den Zählungen zwar nur um Strichprobenaufnahmen, generell sind sie jedoch ein guter Indikator für die hohe Verkehrsdichte in den Sommermonaten auf weiten Teilen der Insel Rügen“, schätzt Woidig ein. Neben hohen Wartezeiten für die Verkehrsteilnehmer komme es zudem auch zu großen Lärm- und Abgasemissionen.

Um einer weiteren Erhöhung des Individualverkehrs entgegenzuwirken, hat das Biosphärenreservat in Zusammenarbeit mit den Ostseebädern Sellin, Baabe, Göhren und der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen mbH (VVR) das Angebot „Bus Frei!“ entwickelt. Inhaber einer gültigen Kurkarte der drei Ostseebäder können mit dem Bus bis nach Klein Zicker fahren. Dieses Angebot, das vor drei Jahren als Pilotprojekt gestartet ist, wurde in diesem Jahr durch die Deutsche Bahn im Zuge des Fahrtziel Natur-Award als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet. Inzwischen gilt es in den genannten Ostseebädern ganzjährig. Und auch Kurkarteninhaber der Gemeinden Gager, Middelhagen und des Ostseebades Thiessow können mittlerweile das Angebot in der Zeit des Sommerfahrplanes

8. Mai bis 15. Oktober nutzen.

„Der Service wird von den Gästen gut genutzt“, sagt Jenny Lenz, Kurdirektorin des Ostseebades Thiessow. Der kleine Ort im Südosten der Insel erwartet vor allem am Dienstag und Donnerstag viele Tagesgäste, die zum Rügen-Markt im Hafen pilgern. Und führt seit Jahren eine eigene Verkehrszählung am Ortseingang durch. In diesem Jahr wurden vom 24. bis 27. Juni insgesamt 8056 Fahrzeuge gezählt, 2012 pro Tag. Im letzten Jahr waren es 14094. „Allerdings wurde da die Zählung vom 22. bis 25. Juli gemacht und ist somit eigentlich schlecht zu vergleichen“, räumt Lenz ein.

Auch Baabes Tourismusdirektorin glaubt, dass der fahrpreislose ÖPNV bei den Gästen gut ankommt. Das zeigen Nachfragen, so Uta Donner. Ihr Amtskollege in Göhren, Jörn Fenske, hofft, dass das Angebot so bestehen bleibt. „Die Busanzahl muss im Hochsommer auf diesem Niveau bleiben, damit die Leute nicht an der Haltestelle stehen bleiben.“

Gerit Herold

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