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Von Sassnitz ins Welterbe: Stralsund lockt Kreuzfahrer an

Stralsund/Mukran Von Sassnitz ins Welterbe: Stralsund lockt Kreuzfahrer an

MS Astor zwischen Schären, Kreidefelsen und der alten Hansestadt / Reiseveranstalter Transocean kann sich einen Stralsund-Anlauf für 2018 vorstellen

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Das Kreuzfahrtschiff „Astor“ machte im Mukraner Hafen fest. Fotos (2): Peer Schmidt-Walther

Stralsund/Mukran. 5.25 Uhr – der Sonnenaufgang vergoldet die Ostsee vor Rügens Fährhafen Sassnitz-Mukran. In die romantische Kulisse schiebt sich der Scherenschnitt des Kreuzfahrtschiffs „Astor“. Nur wenige der 540 Gäste sind um diese Zeit schon an Deck, als der 21000-Tonner am vergangenen Freitag überpünktlich zum Saisonstart festmacht.

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MS Astor zwischen Schären, Kreidefelsen und der alten Hansestadt / Reiseveranstalter Transocean kann sich einen Stralsund-Anlauf für 2018 vorstellen

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Nach einer Traumreise bei Traumwetter von Bremerhaven rund Skagen nach Göteborg und Malmö mit Weiterfahrt bei Tage durch den Nord-Ostsee-Kanal zum Hafengeburtstag mit Aidaprima-Taufe in Hamburg. Eine Kurzreise zum Schnuppern, sowohl für Kreuzfahrt-Neulinge als auch für alte Hasen und Fans des überschaubaren, gemütlichen und sehr familiären Schiffes, „das auch noch wie ein Schiff aussieht“, bemerkt ein Passagier mit Kennerblick.

Was man an Gesprächsfetzen vor der Gangway aufschnappt, deutet auf eine große Erwartungshaltung hin: Alle sind gespannt, was sie auf Deutschlands größter Insel und in Stralsund erwartet. 50 haben sich fürs Welterbe entschieden.

Auf der Pier warten schon in Reih und Glied die Busse, überwiegend aus Stralsund, wie schon an ihren Flanken in Riesenlettern abzulesen ist. Nach Busnummern werden die Gäste – sie kommen aus ganz Europa – aufgerufen, so dass kein Gedrängel entsteht. Viele Gäste indes sind immer nur an Stralsund vorbeigefahren und wollen „mal richtig ins Welterbe eintauchen“, getreu dem Astor-Tagesspruch von Goethe: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen“.

Nach 45 Minuten Inselfahrt, gespickt mit Informationen, durch leuchtend gelbe Rapswälder, Alleen und über die Rügenbrücke mit Blick auf Stralsunds Schokoladen-Seite – Stopp am Busbahnhof. Bis 11.30 Uhr, also gerade mal drei Stunden, werden die Gäste durch die Altstadt geführt: von der Marienkirche durch die Ossenreyer und Mönchstraße zum Alten Markt mit Rathaus und Nikolaikirche zum Hafen vors Ozeaneum. Die Standardtour, denn mehr geht nicht. Bleiben noch dreißig Minuten auf eigene Faust. Die werden unterschiedlich genutzt: für ein Eis oder einen Schnellrundgang über das maritime Wahrzeichen der Hansestadt, die „Gorch Fock“. Die Begeisterung, getoppt durch das strahlende Stralsund-Wetter, schlägt hohe Wellen, als sich alle kurz vor Zwölf wieder am Bus treffen.

„So schön hätten wir uns die Stadt nicht vorgestellt!“ schwärmen die einen, andere waren seit DDR-Zeiten nicht am Sund und staunen, was sich hier seit der Wende alles getan hat. Die meisten wollen „unbedingt wiederkommen, um die Eindrücke zu vertiefen“. Kulturhistorisches Museum und Ozeaneum wollen sich einige für später aufsparen. Zum Mittagessen unter freiem Decks-Himmel sind alle wieder an Bord. „Die Astor könnte doch auch mal nach Stralsund fahren“, sinniert ein Neumünsteraner, „da wäre ich sofort wieder dabei!“

Von den Schiffsabmessungen her – 176 Meter Länge, 6,10 Meter Tiefgang und 22,60 Meter Breite – gäbe es keine Probleme, um im Südhafen anzulegen.

Nach OZ-Informationen fasst der Veranstalter Transocean einen Erstanlauf der Astor für 2018 ins Auge, denn kleinere deutsche Häfen wie Eckernförde, Flensburg, die nordfriesischen Inseln oder die Rügenschen Seebäder seien sehr gefragt. Und Stralsund, die „Perle der Hanse“, hätte es verdient!

MS Astor

Das Motorschiff „Astor“ steht für klassische Kreuzfahrt-Tradition. Der Reiseveranstalter Transocean verspricht eine „absolut persönliche

und exzellent ausgewogene Mischung aus erstklassigem Service, Entschleunigung und anspruchsvoller Unterhaltung“.

578 Passagiere können an Bord des Schiffes gehen, dass insgesamt 176,5 Meter lang und 23,6 Meter breit ist, 1987 erbaut und 2010 komplett modernisiert wurde. Es fährt mit 16,5 Knoten unter der Flagge

der Bahamas.

Von Peer Schmidt-Walther

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