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Wegen Umleitungsregeln droht Chaos

Samtens/Rambin Wegen Umleitungsregeln droht Chaos

Zwischen Samtens und Scharpitz wird gebaut — Schilder führen die Autos in die Irre oder auf ellenlange Strecken

Samtens/Rambin. Alle Wege führen nach Rom, nach Götemitz aber nur wenige. Der Rambiner Ortsteil ist seit gestern nur noch auf weiten Umwegen zu erreichen — oder, unter Missachtung der Straßenverkehrsordnung, in wenigen Minuten. Die gestern eingerichtete Baustelle zur Erneuerung der Fahrbahn auf der L 296 zwischen Samtens und Scharpitz (die OZ berichtete) sorgt nicht nur an dieser Stelle für Verwirrung.

Aus Samtens kommend trifft man in Richtung Rambin auf eine Straßensperre. „Durchfahrt verboten, Linienverkehr frei“, besagt das Schild. 200 Meter nah in Sichtweite: die Brücke nach Götemitz. Wer sich an die geltenden Verkehrsregeln hält, wird umgeleitet über Garz, Poseritz, vorbei an Altefähr, durch Rambin. Und kommt „hintenrum“ bei Drammendorf auf eine von zwei Brücken nach Götemitz. Gestern ausprobiert bei geschlossener Bahnschranke an der berüchtigten Ampelkreuzung in Samtens: Fahrzeit eine halbe Stunde, 25 Kilometer Umleitungsstrecke mit fünf Ortsdurchfahrten.

Marco von Kessel, Geschäftsführer der Alten Pommernkate in Rambin: „Ein echter Schildbürgerstreich, statt die Kraftfahrzeuge in Samtens auf die B 96n zu führen, schickt man sie über die alte Bäderstraße.“ Dabei hatte das Straßenbauamt Stralsund der OSTSEE-ZEITUNG noch in der vergangenen Woche wörtlich mitgeteilt: „Für die Instandsetzung wurde die Freigabe der B 96n abgewartet, um die Verkehrsbeeinträchtigungen für den Inselverkehr durch die Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten.“

Mit den Umleitungsschildern hat man das offensichtlich nicht realisiert. Wer zum Beispiel über den alten Rügendamm fährt, wird am Bahnhof Altefähr rechts herum auf die L 29 über Poseritz und Garz nach Samtens umgeleitet. Dabei führt ein paar hundert Meter weiter die Auffahrt auf die neue B 96 nach Samtens.

Was hat man sich beim Straßenbauamt Stralsund dabei gedacht? Hier war gestern auf Nachfrage der OZ keine auskunftsberechtigte Person zu erreichen. Bei den Mitarbeitern auf der Baustelle heißt es:

„Langsame Fahrzeuge dürfen nicht auf der Kraftfahrzeugstraße fahren“. Und noch mehr Schilder mit Ausnahmeregeln würden die Fahrer nur verwirren.

In der Tat dürfen nur Fahrzeuge mit einer zulässigen Geschwindigkeit ab 60 Kilometer pro Stunde die neue Bundesstraße 96 befahren. Wenn in diesen Tagen jemand verbotenerweise über die Baustelle einen Ortsteil auf kurzem Wege erreichen will, „werde man ihn nicht daran hindern“, sagt ein Mitarbeiter der Baufirma.

Allerdings funktioniere das nicht mehr, sobald die alte Fahrbahndecke abgefräst und die neue Asphaltschicht aufgebracht werde.

Laut Information des Straßenbauamtes Stralsund aus der vorigen Woche werde die Baufirma Papenburg die Anwohner über die jeweils bevorstehenden Sperrungen informieren und sicherstellen, dass jeder Anwohner sein Grundstück erreicht.

In Götemitz indes war gestern Nachmittag noch keine Nachricht angekommen. Im Landhaus „Die Insel auf Rügen“ ist man einigermaßen überrascht. „Das sieht nach Chaos aus“, meint Hausleiter Jürgen Seel.

Im Moment sei die Zahl der Gäste in Pension und Gasthaus noch überschaubar. Im Mai aber sei das Haus ausgebucht. Wenn man rechtzeitig die richtigen Informationen erhalte, wolle man die Gäste vorher über alternative Anreisewege informieren.

Auch in der Götemitzer Töpferei war man von der Straßensperre erstaunt: „Wir sind doch auf Kundschaft angewiesen, wenn keine kommen, machen wir null Umsatz“, sorgt sich Geschäftsinhaber Peter Dolacinski.

Von Frank Levermann

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