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Rügen Windpark „Arkona“: Alle Fundamente versenkt
Vorpommern Rügen Windpark „Arkona“: Alle Fundamente versenkt
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00:05 10.11.2017
Das Rammen der 60 Gründungsfundamente für den Windpark Arkona ist inzwischen abgeschlossen. Die Gesamtanlage soll 2019 in Betrieb genommen werden. Quelle: Foto: Silke Steen

Manchmal geht es schneller als gedacht. Schon etwa zweieinhalb Monate nach dem Baustart sind alle 60 Fundamente des Windparkes „Arkona“ installiert.

„Die rund 1200 Tonnen schweren so genannten Monopiles wurden bis zu 40 Meter tief in den Meeresboden eingebunden“, sagt Pressesprecher Markus Nitschke. Der Windpark ist ein Gemeinschaftsprojekt der Energiekonzerne Eon und Statoil aus Norwegen.

Das erste Fundament war Mitte August etwa 35 Kilometer nordöstlich Rügens in den Meeresboden gerammt worden. Nach Angaben von Nitschke sind die Monopiles maximal 81 Meter lang und haben einen Durchmesser von bis zu 7,75 Metern. Die Wassertiefe reicht von 23 bis 37 Metern.

Nach Unternehmensangaben hätten vorangegangene dreidimensionale Untersuchungen des Baugrundes zu diesem Baufortschritt geführt. Auf deren Grundlage konnten nun mögliche Findlinge umgangen werden. „So wurde die Installation vereinfacht und der Einsatz eines Bohrgerätes konnte vermieden werden“, sagt Nitschke.

Aufgrund des zügigen Bauablaufs könne nunmehr vorzeitig mit der Montage der Verbindungsstücke begonnen werden. Dabei handelt es sich um so genannten Transition Pieces. Das sind Zwischenstücke, die jeweils das Gründungsfundament und den Turm der Windkraftanlage miteinander verbinden. „Diese Arbeiten sollen bis zum Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen werden“, blickt Nitschke voraus und auch schon auf das Frühjahr 2018. Dann soll das in Kooperation mit dem Netzbetreiber 50Hertz gebaute Offshore-Umspannwerk zum Baufeld des Windparkes transportiert und dort installiert werden.

Der Windpark mit einer geplanten Leistung von 385 Megawatt soll von 2019 an in Betrieb gehen und 400000 Haushalte mit Strom versorgen können. Dafür werden Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse installiert. Nach Angaben der Erbauer sind 400 Mitarbeiter während der Bauphase an der Installation des Windparks beschäftigt. Später soll die Anlage von Sassnitz aus betrieben werden. Die Kosten für den Windpark werden mit 1,2 Milliarden Euro angegeben. Das Geld sieht Pressprecher Nitschke als gut angelegt an: „Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom spart der Windpark ,Arkona’ jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein.“.

Der ist das zweite Offshore-Vorhaben im Adlergrund nordöstlich von Rügen und das vierte Offshore-Projekt in der deutschen Ostsee. Der Energiekonzern EnBW betreibt mit „Baltic 1“ (vor Fischland-Darß) und „Baltic 2“ (nordwestlich von Rügen) seit 2011 und 2015 zwei Windparks in der deutschen Ostsee. Hinzu kommt noch der Windpark „Wikinger“ des spanischen Konzerns Iberdrola. Der konnte im vergangenen Monat die Installation der 70 Anlagen als vollendet melden (die OZ berichtete).

Den ersten Strom an Land kann „Wikinger“ dagegen erst Ende des nächsten Jahres liefern. Der Windpark ist noch nicht ans Netz angebunden. Derzeit wird nur so viel Strom erzeugt, damit sich Wikinger selbst versorgen kann – beispielsweise für Beleuchtung und Klimatisierung.

Ab 2019 in Betrieb

35 Kilometer nordöstlich von der Insel Rügen wird derzeit der Windpark Arkona gebaut. Der soll über eine Leistung von 385 Megawatt verfügen und rechnerisch ab 2019 bis zu 400000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.

Bei diesem Projekt wird erstmals ein neues Korrosionsschutz-Konzept angewandt. Durchs so genannte Thermal-Spray-Aluminium-Verfahren wird nach Unternehmensangaben während der Betriebszeit deutlich weniger Metall ins Meer abgegeben.

Chris-Marco Herold

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