Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Windpark „Arkona“: Alle Fundamente versenkt

Sassnitz Windpark „Arkona“: Alle Fundamente versenkt

Die 60 Turbinen sollen in zwei Jahren Strom liefern / Unternehmen Eon und Statoil investieren 1,2 Milliarden Euro

Voriger Artikel
Gemeinde will mit Bauland Einwohner anlocken
Nächster Artikel
Touristiker wollen künftig an einem Strang ziehen

Das Rammen der 60 Gründungsfundamente für den Windpark Arkona ist inzwischen abgeschlossen. Die Gesamtanlage soll 2019 in Betrieb genommen werden.

Quelle: Foto: Silke Steen

Sassnitz. Manchmal geht es schneller als gedacht. Schon etwa zweieinhalb Monate nach dem Baustart sind alle 60 Fundamente des Windparkes „Arkona“ installiert.

 

OZ-Bild

Im Hafen Mukran werden die Transition Pieces verladen. Das sind Zwischenstücke, die das Fundament und den Turm der Windkraftanlage miteinander verbindet.

Quelle: Foto: Silke Steen

„Die rund 1200 Tonnen schweren so genannten Monopiles wurden bis zu 40 Meter tief in den Meeresboden eingebunden“, sagt Pressesprecher Markus Nitschke. Der Windpark ist ein Gemeinschaftsprojekt der Energiekonzerne Eon und Statoil aus Norwegen.

Das erste Fundament war Mitte August etwa 35 Kilometer nordöstlich Rügens in den Meeresboden gerammt worden. Nach Angaben von Nitschke sind die Monopiles maximal 81 Meter lang und haben einen Durchmesser von bis zu 7,75 Metern. Die Wassertiefe reicht von 23 bis 37 Metern.

Nach Unternehmensangaben hätten vorangegangene dreidimensionale Untersuchungen des Baugrundes zu diesem Baufortschritt geführt. Auf deren Grundlage konnten nun mögliche Findlinge umgangen werden. „So wurde die Installation vereinfacht und der Einsatz eines Bohrgerätes konnte vermieden werden“, sagt Nitschke.

Aufgrund des zügigen Bauablaufs könne nunmehr vorzeitig mit der Montage der Verbindungsstücke begonnen werden. Dabei handelt es sich um so genannten Transition Pieces. Das sind Zwischenstücke, die jeweils das Gründungsfundament und den Turm der Windkraftanlage miteinander verbinden. „Diese Arbeiten sollen bis zum Anfang des kommenden Jahres abgeschlossen werden“, blickt Nitschke voraus und auch schon auf das Frühjahr 2018. Dann soll das in Kooperation mit dem Netzbetreiber 50Hertz gebaute Offshore-Umspannwerk zum Baufeld des Windparkes transportiert und dort installiert werden.

Der Windpark mit einer geplanten Leistung von 385 Megawatt soll von 2019 an in Betrieb gehen und 400000 Haushalte mit Strom versorgen können. Dafür werden Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse installiert. Nach Angaben der Erbauer sind 400 Mitarbeiter während der Bauphase an der Installation des Windparks beschäftigt. Später soll die Anlage von Sassnitz aus betrieben werden. Die Kosten für den Windpark werden mit 1,2 Milliarden Euro angegeben. Das Geld sieht Pressprecher Nitschke als gut angelegt an: „Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom spart der Windpark ,Arkona’ jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein.“.

Der ist das zweite Offshore-Vorhaben im Adlergrund nordöstlich von Rügen und das vierte Offshore-Projekt in der deutschen Ostsee. Der Energiekonzern EnBW betreibt mit „Baltic 1“ (vor Fischland-Darß) und „Baltic 2“ (nordwestlich von Rügen) seit 2011 und 2015 zwei Windparks in der deutschen Ostsee. Hinzu kommt noch der Windpark „Wikinger“ des spanischen Konzerns Iberdrola. Der konnte im vergangenen Monat die Installation der 70 Anlagen als vollendet melden (die OZ berichtete).

Den ersten Strom an Land kann „Wikinger“ dagegen erst Ende des nächsten Jahres liefern. Der Windpark ist noch nicht ans Netz angebunden. Derzeit wird nur so viel Strom erzeugt, damit sich Wikinger selbst versorgen kann – beispielsweise für Beleuchtung und Klimatisierung.

Ab 2019 in Betrieb

35 Kilometer nordöstlich von der Insel Rügen wird derzeit der Windpark Arkona gebaut. Der soll über eine Leistung von 385 Megawatt verfügen und rechnerisch ab 2019 bis zu 400000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen.

Bei diesem Projekt wird erstmals ein neues Korrosionsschutz-Konzept angewandt. Durchs so genannte Thermal-Spray-Aluminium-Verfahren wird nach Unternehmensangaben während der Betriebszeit deutlich weniger Metall ins Meer abgegeben.

Chris-Marco Herold

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund

Formstaal-Chef Thomas Kühmstedt (51) spricht im OZ-Interview über die großen Erwartungen der Schiffbauer an die MV Werften und erklärt, wie sein Unternehmen während der Branchenkrise erfolgreich bleiben konnte.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Rügen

Markt 25
18528 Bergen auf Rügen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9.00 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Jens-Uwe Berndt
Telefon: 0 38 38 / 20 14 53
E-Mail: ruegen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.