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Windpark Wikinger vor Rügen komplett

Sassnitz Windpark Wikinger vor Rügen komplett

Nach neun Monaten Bauzeit sind alle Turbinen des Iberdrola-Projekts in der Ostsee installiert

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Der Windpark Wikinger ist 30 Kilometer nordöstlich vor Rügen entstanden.

Quelle: Foto: Fabian Hoppe

Sassnitz. In der Ostsee – rund 30 Kilometer nordöstlich vor Rügen – ist ein zweiter großer Windpark fertiggestellt. Nachdem vor zwei Jahren der Windpark „Baltic 2“ von EnBW in Betrieb ging, hat nun der spanische Energiekonzern alle 70 Anlagen des Offshore-Windparks „Wikinger“ nordöstlich von Deutschlands größter Insel installiert. „Zuvor wurden bereits die Installation der Umspannplattform sowie die interne Parkverkabelung, die die Turbinen mit erstgenannter verbinden, abgeschlossen“, sagte Unternahmenssprecher Fabian Hoppe gestern. In diesem Zusammenhang macht er eines deutlich: „Der Aufbau von Wikinger ohne jegliche Betriebsunfälle vonstatten.“

Trotz des Bauendes könnte der Windpark erst Ende 2018 den ersten Strom an Land bringen. „Wikinger“ warte auf die Netzanbindung, teilte Hoppe weiter mit. „Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, verantwortlich für das Exportkabel zwischen Windpark und Festland, arbeitet zurzeit mit Hochdruck an den finalen Arbeiten zur Kabelverlegung und den technischen Tests, um den Strom von Wikinger zuverlässig zu den Verbrauchern zu leiten“, so der Sprecher weiter. Iberdrola wolle solange den Windpark „kalt“ in Betrieb nehmen und die Anlagen im Inselmodus fahren. Das bedeute, dass der Windpark bis zur Netzanbindung nur so viel Strom erzeugen wird, um sich selbst zu versorgen – beispielsweise für Beleuchtung und Klimatisierung.

Nach Angaben von Hoppe hat der spanische Energiekonzern während der neunmonatigen Bauzeit etwa 1,4 Milliarden Euro investiert. „Es ist ein Windpark mit einer Kapazität von 350 Megawatt entstanden.

Durch die Erzeugung von sauberer Energie vermeidet er rechnerisch die Emission von 600000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr“, macht der Unternehmenssprecher deutlich.

Mit dem Windpark sollen zukünftig 350000 deutsche Haushalte mit Strom versorgt werden. Das entspreche mehr als 20 Prozent des Stromverbrauchs Mecklenburg- Vorpommerns.

Die 5-Megawatt-Turbinen wurden in Bremerhaven und Stade gefertigt. Sie sollen die größten Turbinen sein, die bislang von dem Unternehmen Adwens installiert wurden. Nach Angaben von Iberdrola setze sich jede der 70 Anlagen aus einer 222 Tonnen schweren Gondel, einem Rotorstern mit einem Durchmesser von 135 Metern und je drei 77,5 Meter langen Blättern sowie einem 75 Meter hohen Turm zusammen.

Mit Abschluss der Bauarbeiten verlagert Iberdrola seine Aktivitäten für Wikinger, mit dessen Bau etwa 2000 Arbeitsplätze verbunden waren, in das bereits errichtete Betriebsgebäude im Hafen Mukran.

Dort ist die Schaltzentrale für „Wikinger“ beheimatet. Die war im März dieses Jahres in Betrieb genommen worden. Von diesem Gebäude aus will das Unternehmen 25 Jahre lang den Betrieb der Anlagen auf See überwachen und die Wartung koordinieren – 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr.

In dem Zweigeschosser am Liegeplatz 1 in Mukran steht ein 1100 Quadratmeter großes Ersatzteillager zur Verfügung. Im Obergeschoss kommt zudem 1300 Quadratmeter Fläche für Gemeinschaftsräume und Büro hinzu. Die sind mit moderner Computer- und Überwachungstechnik ausgestattet. Iberdrola soll dort 80 Arbeitsplätze für Spezialisten geschaffen haben.

In Nord- und Ostsee engagiert

70 Windkraftanlagen sind für den Offshore-Park Wikinger nordöstlich vor Rügen komplett installiert worden. Investiert wurden während der neunmonatigen Bauzeit rund 1,4 Milliarden Euro. Iberdrola betreibt bereits den Windpark West of Dudden Sands, der 2014 in Betrieb genommen wurde. Mehr als 1,6 Milliarden Pfund Sterling wurden in dieses Projekt investiert. Von dort werden rund 300000 britische Haushalte mit Strom versorgt.

Gestartet wurde der Bau eines Windparks in der Britischen Nordsee, der 2020 mit 714 Megawatt zu den größten Offshore-Windfeldern der Welt zählen wird.

Chris-Marco Herold

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