Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Wirtschafts-Oskar für Firma vom Sund
Vorpommern Rügen Wirtschafts-Oskar für Firma vom Sund
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 13.09.2013
Stralsund

Die Freude am Firmensitz in der Koppelstraße ist riesig: Die Stralsunder Ingenieur-, Tief- und Gleisbau GmbH (ITG) hat den Großen Preis des Mittelstandes gewonnen. „Es war schon ein sehr emotionaler Moment, als unser Name im Dresdner Hotel Maritim aufgerufen wurde“, erinnert sich Ellen Nauke-Brinkmann, kaufmännische Leiterin bei der ITG, an den Moment, als ihre beiden Chefs, Mathias Koch und Tom Süffert, den so genannten Wirtschafts-Oskar überreicht bekamen.

Nominiert worden war die Baufirma aus der Hansestadt für den Preis bereits zum fünften Mal. Nachdem sie es im vergangenen Jahr auf die Liste der Finalisten geschafft hatte, darf sie sich nun mit der etwa 30 Zentimeter großen Bronzefigur schmücken. Der Vorschlag für die Auszeichnung kam in diesem Jahr von Bundeskanzlerin Angela Merkel, vom Deutschen Bundestag, von der IHK Rostock, vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft und von der Fachhochschule Stralsund.

Im Jahre 2003 hatten die beiden Diplom-Ingenieure Mathias Koch und Tom Süffert die ITG gegründet. Die Unternehmensgeschichte ist allerdings älter. Schon 1992 hatte die Firma Otto Müller aus Ahrensburg in Stralsund eine Niederlassung mit 15 Mitarbeitern für den Gleisbau gegründet, die 1995 unter der Leitung von Koch und Süffert in ein selbstständiges Tochterunternehmen umgewandelt wurde.

Die beiden Stralsunder nutzten die Insolvenz der Firmengruppe Otto Müller im Jahre 2003 zur Gründung ihrer eigenen Firma ITG, in die wenig später die im Gleis- und Bahnbau europaweit agierende Wiebe-Gruppe aus Achim bei Bremen investierte und 75 Prozent der Geschäftsanteile übernahm.

„Wir sind damals mit 88 Mitarbeitern gestartet“, erinnert sich Mathias Koch. Während er sich um die technische Seite im Unternehmen kümmert, ist Geschäftsführer-Kollege Tom Süffert für den kaufmännischen Bereich zuständig.

Inzwischen arbeiten 172 Frauen und Männer — unter ihnen sind 40 Ingenieure — bei der ITG. Und zwar auf Bahnbaustellen in ganz Deutschland. Derzeit wirken die Spezialisten vom Sund unter anderem auf drei S-Bahnhöfen in Düsseldorf, auf dem Bahnhof Hünfeld bei Fulda oder am ICE-Werk in Berlin-Rummelsburg. Aber auch auf dem Bahnhof Basel in der Schweiz hinterließen sie ihre Handschrift.

Beeindruckend ist der ITG-Technikpark mit seinen 17 Spezialmaschinen, die auf Gleis und Straße fahren können. Jede kostet an die 300 000 Euro. Hinzu kommen 80 Fahrzeuge, mit denen die Mitarbeiter — zumeist aus Stralsund und Umgebung — an ihre Montageorte und wieder nach Hause kommen. Zehn Tage arbeiten sie, vier Tage haben sie frei. Koch: „Alles ist tariflich geregelt.“

In Stralsund investiert das Unternehmen darüber hinaus in den Wohnungsbau, derzeit zum Beispiel am Fährzingel gegenüber der Weißen Flotte, an der Ecke Wasserstraße/Heilgeiststraße und an der Friedrich-Engels-Straße. In Schweden gibt es inzwischen eine Niederlassung in Malmö mit 20 Mitarbeitern sowie die Beteiligung an einer Projektentwicklungsgesellschaft, die für die schwedische Staatsbahn arbeitet. „Der gesamte Jahresumsatz der ITG wird 2013 bei 50 Millionen Euro liegen“, betont Mathias Koch.

Jens-Peter Woldt

Den Beginn der dritten Jahreszeit haben Mönchguter Grundschüler gefeiert.

13.09.2013

Der Skipper war alleine mit seiner Yacht vor dem Kap Arkona unterwegs, als sein Boot mit Wasser volllief. Ursache war vermutlich eine gebrochene Kühlwasserleitung.

13.09.2013

Der Nachwuchs bei den Nandus in Dubnitz gedeiht prächtig.

13.09.2013