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Zwei Drittel des Gewerbegebiets Franzenshöhe stehen noch leer

Stralsund Zwei Drittel des Gewerbegebiets Franzenshöhe stehen noch leer

Nach dem Rückzug des Seilherstellers Teufelberger will das Wirtschaftsministerium das Gebiet stärker bewerben / Baubeginn für Gleisanschluss noch 2016

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Für den Bodenaushub der Gewerbefläche, die für den Seilhersteller Teufelberger vorbereitet wurde, wird der Abtransport vorbereitet. Bei den Erdarbeiten waren auch Böden mit Mineralölkohlenwasserstoffen und zementgebundenem Asbest gefunden worden.

Quelle: Stefan Sauer

Stralsund. Die Gewerbefläche am Frankenhafen, für die sich die Firma Teufelberger Seil GmbH interessiert hatte, ist komplett saniert und vermarktungsfähig. Wie Peter Koslik, Pressesprecher der Hansestadt erklärte, werde gegenwärtig der Bodenaushub aus dieser Fläche zum Abtransport vorbereitet. Damit ist die Wirtschaftsförderung der Hansestadt nach dem Debakel mit der Teufelberger-Ansiedlung zur Tagesordnung übergegangen.

Zur Erinnerung: Ende 2014 war bekannt geworden, dass der österreichische Hersteller von Spezialseilen Teufelberger in Stralsund eine Produktionsstätte errichten will. Die Firma suchte die Nähe zum Wasser, um ihre Seile, mit denen sich Bohrplattformen verankern lassen, direkt aufs Schiff verladen zu können. Bis Herbst dieses Jahres sollten dafür rund 38 Millionen Euro investiert und zunächst 70 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Anfang des Jahres dann der offizielle Rückzug der Österreicher. Mit dem Verfall des Ölpreises war der Bau von teuren Bohrplattformen nicht mehr lukrativ und für Teufelberger kein Geschäft zu machen.

Wie es aus dem Stralsunder Rathaus heißt, ist die Wirtschaftsförderung der Hansestadt derzeit mit drei Interessenten aus den Branchen Gewerbe und Logistik im Gespräch, die sich für eine Fläche im etwa zehn Hektar großen maritimen Gewerbegebiet Franzenshöhe interessieren. In dem Gewerbegebiet, dessen erster Bauabschnitt 2006 der Frankenhafen gewesen ist, sind derzeit 35 Prozent der Flächen an neun Unternehmen verkauft oder verpachtet, also gut ein Drittel.

Die Wirtschaftsförderung arbeitet daran, diese Auslastung zu erhöhen. Koslik: „Zusammen mit dem Wirtschaftsministerium und der Wirtschaftsfördergesellschaft MV wurde eine Strategie zur aktiven Vermarktung speziell für das Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe erarbeitet.“ Es sollen die Standortvorteile stärker hervorgehoben werden. Der Stadtsprecher zählt dazu die direkte Lage an der Kaikante, mit Anbindung an die Bundeswasserstraße, die verfügbare Infrastruktur des Seehafens sowie die Straßenanbindung über Rügenzubringer und A20 und die geplante Gleisanbindung an das Eisenbahnnetz. Diese Vorteile sollen verstärkt auf Fachmessen beworben werden. Laut Koslik wolle das Wirtschaftsministerium MV die Hansestadt auch aktiver in seine Auslandsaktivitäten einbinden.

Bislang ist vom dringend benötigten Gleisanschluss für das Gewerbegebiet noch nichts zu sehen. Doch Peter Koslik versichert: „Die Arbeiten für das Gesamtvorhaben Gleisanschluss Franzenshöhe werden in diesem Jahr beginnen.“

Etwas reduziert hat sich sie Summe von 14,2 Millionen Euro, die für die Entwicklung der Infrastruktur im gesamten Maritimen Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe und für die Erreichung der vollen Vermarktungsfähigkeit aller Gewerbegrundstücke vorgesehen war. Diese liegt aktuell bei 11,6 Millionen Euro. Peter Koslik erklärt zu dieser Einsparung, dass eine statische Überprüfung der vorhandenen Kaianlage ergeben habe, dass diese ausreichend dimensioniert ist. Eine Ertüchtigung als Schwerlastfläche – wie Teufelberger sie für die schweren Seile benötigt hätte – sei daher nicht notwendig.

Logistikbranche hat Interesse für eine Ansiedlung

2006 wurde der Frankenhafen als ein erster Bauabschnitt für das geplante maritime Gewerbegebiet Franzenshöhe fertiggestellt. Damit erhielt das Gewerbegebiet eine unmittelbare Hafenanbindung. Im Januar 2007 wurde das erste Schiff entladen.

Für die 11,8 Millionen Euro teure

Investition Frankenhafen hatte die Stadt 2005 eine 90-prozentige Förderung vom Land erhalten. Seit 2008 wird um eine Gleisanbindung für

das maritime Gewerbegebiet und

damit des Frankenhafens gerungen.

35 Prozent der Flächen im Gewerbegebiet sind aktuell

an neun Unternehmen verpachtet

oder verkauft. Drei Interessenten

aus dem produzierenden Gewerbe

beziehungsweise der Logistikbranche sind derzeit mit der Wirtschaftsförderung für eine Ansiedlung im

Gebiet Franzenshöhe im Gespräch.

Jörg Mattern

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