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Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen

Renz Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen

Architekt Tom Pfefferkorn baut Schritt für Schritt das Gutshaus aus

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Das Gutshaus von Renz zählt zu den ältesten auf der Insel. FOTO: UWE DRIEST

Renz. Seit 2001 ist Tom Pfefferkorn ein echter Gutsherr. Damals verkaufte die Gemeinde ihm und seiner Partnerin Stephanie Wolf die das Gutshaus und die dazugehörige Parkanlage. Der 1968 geborene Architekt in der Denkmalpflege nahm zunächst Sicherungsmaßnamen vor und begann mit der schrittweisen Instandsetzung.

„Inzwischen können wir das Erdgeschoss und die Gästewohnungen im Anbau schon für Tagungs- und Seminarnutzungen vermieten“, sagt Pfefferkorn. „Das nutzt ein Institut für Systemische Therapie bereits regelmäßig im Sommer.“ Die Teilnehmer nutzen in den Pausen auch gern den kleinen Park mit altem Baumbestand zu dem die gepflasterte Zufahrtsallee führt.

Gut Renz gehörte mit 371 Hektar 1945 der Familie von der Lancken, die dann enteignet wurde. Im Gutshaus kamen dann – wie in jener Zeit üblich – Flüchtlinge der Ostgebiete unter. Das Gebäude wurde um 1600 durch die Familie von Kahlden errichtet und zählt – neben Venz, Pansevitz, Üselitz, Granskevitz, Boldevitz, Spyker und Ralswiek – zu den sieben ältesten Gutshausbauten der Renaissance auf der Insel. Die Erschließung des Wohnhauses erfolgte über den der Ostfassade vorgelagerten runden Treppenturm. Im Zuge von Umbaumaßnahmen in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgten der Einbau einer innen liegenden Treppe sowie der Anbau an der Westseite des Gebäudes, in den die Wirtschaftsfunktionen ausgelagert wurden.

Auf deren anderer Seite liegt das backsteinerne Gutsverwalterhaus im neogotischen Stil, an das die LPG kurzerhand einen Stall baute. Früher sollen darin der Schweizer, die Mamsell und von von 1893 bis 1946 Pächter Schroeder gewohnt haben. Im Keller befand sich die Gesindeküche. Heute wacht ein großer, aufmerksam bellender Hund darüber, dass keine Füchse auf das Grundstück gelangen, um den Hasen Gute Nacht zu sagen.

Am Landweg nach Swantow liegen zwei als Schnitterkasernen oder Wohnhäuser erbaute Gebäude, deren heutige Eigentümer sie hübsch ausbauten, nachdem die durch die Bodenreform komplizierten Eigentumsverhältnisse mit der Treuhand geklärt waren.

Uwe Driest

OZ

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