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Rügen Wohngebiet wird erweitert: 23 neue Eigenheime am Töpferberg
Vorpommern Rügen Wohngebiet wird erweitert: 23 neue Eigenheime am Töpferberg
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09:19 11.09.2018
Das Wohngebiet am Sagarder Töpferberg wird erweitert. 23 Eigenheime sollen hier entstehen. Zum Schutz vor Lärm werden an der Grenze zur Glower Straße und zu den Einkaufsmärkten Schallschutzwände aufgebaut. Quelle: Maik Trettin
Sagard

Seit Wochen wird gebaggert und gebuddelt und bald sollen auch die ersten Fundamente gegossen werden – am Sagarder Töpferberg tut sich was. Jahrelang war das Gebiet zwischen Capeller und Glower Straße, das an die neue Sporthalle, den Aldi- und den Edeka-Markt grenzt, eine Brache. Jetzt wird es zum aktuell größten Sagarder Neubaugebiet. Bis zu 23 Eigenheime sollen auf dem Areal entstehen.Derzeit laufen die Erschließungsarbeiten. Eigentlich wollte man in Sagard schon viel weiter sein. Doch der Töpferberg hielt einige Überraschungen parat, auf die die Eigentümer der Flächen gern verzichtet hätten, erzählt Bürgermeister Sandro Wenzel. Das, was wie Wiese und Brachland aussah, muss vor Jahrzehnten eine illegale Müllkippe gewesen sein. Als die Bagger und Raupen mit dem Planieren begonnen hatten, stießen die Bauarbeiter auf meterdicke Schichten voller Unrat. Der ist vermutlich in den 50er oder 60er Jahren dort abgeladen worden. Im Laufe der Jahre wuchs im Wortsinne Gras über die Sache. „Es konnte sich niemand mehr daran erinnern, keiner hat gewusst, dass dort so viel Müll lag“, so Wenzel. Bevor hier Wohnhäuser gebaut werden, musste erst der Boden aufwändig ausgetauscht werden. Das ist nicht nur für die Eigentümer ärgerlich, die das Gebiet entwickelt haben und die Parzellen verkaufen wollen. Auch die Hausbauer bekommen die Folgen indirekt zu spüren. Die zusätzlichen Kosten schlagen sich in den Quadratmeterpreisen für das Bauland nieder. Für 105 Euro je Quadratmeter sollen die Grundstücke in absehbarer Zeit angeboten werden.

Neun Grundstücke sind schon verkauft

Dass sich keine Interessenten finden, brauchen weder die Verkäufer noch die Gemeinde zu befürchten. „Die Nachfrage nach Bauland in Sagard ist groß“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Neun der 23 Bauflächen seien schon verkauft. Von der stark befahrenen Glower Straße sollen die künftigen Bewohner nicht viel mitbekommen. Dort werden die aktuellen Eigentümer eine drei Meter hohe Lärmschutzwand errichten, die beidseitig begrünt werden soll. In Richtung Edeka-Markt wird eine vier Meter hohe Schutzwand errichtet. Die soll den Lärm, den der Lieferverkehr verursacht, vom Wohngebiet fernhalten. In das wird eine neue Straße führen, die neben der alten Turnhalle verläuft und sich einmal durch das 1,9 Hektar große Areal zieht. Welche Adresse die künftigen Häuser bekommen, steht noch nicht fest. Darüber, sagt Birgit Riedel aus dem Bauamt, werde die Gemeindevertretung voraussichtlich auf ihrer nächsten Sitzung befinden. Möglicherweise wird auch auf diesen Straßenschildern „Töpferberg“ stehen – denn letztlich ist es eine Erweiterung des alten Wohngebiets, das in den 80er Jahren entstand. Damals, als hier der Ortsrand von Sagard war, wurden die Flächen landwirtschaftlich genutzt. „Töpferberg hieß es aber schon seit langer Zeit“, weiß der Sagarder Siegfried Bruhn von einem seiner Vorfahren. Der war Handwerker und mit einem Töpfermeister befreundet, der sich in Sagard niederließ. Auf dem Gelände der heutigen Wohnsiedlung hatte der Töpfer vor Generationen Kacheln gebrannt, weshalb der Hügel im Volksmund „Töpferberg“ hieß. Zum Wohnort wurde er erst Jahrzehnte später. Mitarbeiter aus dem Kreidewerk bekamen die Gelegenheit, sich hier ihre Häuser zu bauen, später wurden Mukraner Fährhafenmitarbeiter ihre Nachbarn. Vom alten Wohngebiet führt derzeit ein mit Steinen versperrter Trampelpfad zur künftigen Siedlung. „Den Weg werden wir öffnen und damit eine zweite Zufahrt schaffen“, kündigt Sandro Wenzel an. Nachdem sich die Anwohner anfangs dagegen gewehrt hatten, habe sich deren Meinung mittlerweile geändert: Sie können die am Rande des „neuen Töpferbergs“ gelegenen Einkaufsmärkte so schneller mit dem Auto erreichen. Fußgänger werden das neue Viertel unter anderem auch auf neuen Gehwegen von der Capeller und von der Glower Straße aus erreichen.

Maik Trettin

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