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Wovon die Buskam-Nixen am Sagenbrunnen erzählen

Göhren Wovon die Buskam-Nixen am Sagenbrunnen erzählen

Gäste sollen mit Schildern und Broschüre besser informiert werden

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Diese Seite zeigt die betörenden Meerjungfrauen, die am Johannistag vor der Mönchguter Küste erscheinen sollen. FOTO (2): GERIT HEROLD

Göhren. . Es war schon eine kleine Sensation, als im Zuge der Bauarbeiten in der Poststraße im Jahre 2002 unerwartet ein historischer Brunnen entdeckt wurde. Der über 100 Jahre alte Brunnen vor der Sparkasse in der Göhrener Strandstraße, der auf dem einstigen Bauernhof die Wasserversorgung sicherstellte und irgendwann verschwand, wurde aufwendig saniert und im Jahre 2007 mit einer Skulptur mit Motiven aus heimischen Sagen versehen. Dazu hatte der Künstler eine Schablone 1:1 auf Stahlplatten aufgebracht und diese mit einer Brennschneidetechnik ausgebrannt.

OZ-Bild

Gäste sollen mit Schildern und Broschüre besser informiert werden

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Doch welche Sagen genau auf der gusseisernen Pyramide, die auf dem Brunnenrand steht und von Kunstschmied Klaus Bösselmann geschaffen wurde, dargestellt sind, erschloss sich vielen Passanten nicht.

Schlimmer noch: Hunde nutzen den Sockel gar als „öffentliches WC“.

Damit dem Göhrener Sagenbrunnen gegenüber dem Heimatmuseum mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, hatten die Gemeindeväter vor drei Jahren einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. Doch die Resonanz blieb verhalten. Ein Gedanke war seinerzeit, dass Acrylglasplatten in Pyramidenform in den Brunnen gehängt und mit LED-Licht beleuchtet werden. Auf den Platten soll dann jeweils geschrieben stehen, welche Sagen auf der gusseisernen Pyramide dargestellt sind.

Nun geben darüber schlichte Metallplatten Aufschluss. Auf den jeweils sechs knapp drei Meter hohen großen Seitenteilen sind die Sagen „Fischer Klatt und der schwarze Aal“, „Der Drache“, „Der gläserne Schuh“, „Untergang von Vineta“, „Nixe auf dem Buskam“ und „Der schwarze Reiter“ künstlerisch umgesetzt worden.

„Damit Interessierte wissen, worum es geht, wurden jetzt auf jeder Seite entsprechende Hinweisschilder befestigt, welche Sage dargestellt ist und Informationen zum Brunnen “, erklärt Vera Rusch. Die gebürtige Göhrenerin, die seit drei Jahren wieder in ihrem Heimatort lebt und sich für diesen sowie für den Museumsverein engagiert, hatte im Vorfeld recherchiert. In dem Buch „Sagen und Märchen der Insel Rügen“ von Albert Burkhardt war sie fündig geworden. Demnächst sollen Gäste diese in einer kleinen Broschüre oder auf einem Faltblatt nachlesen können, die in der Tourist-Info im Haus des Gastes erhältlich sein wird, kündigt Alexander Stein von der Kurverwaltung an. „Welches Format das sein wird, ist noch nicht entschieden“, so Stein. Bis dahin sollen die Texte in einem Ordner in der Gäste-Info ausliegen.

Den Sockel des Sagenbrunnens ziert die Gravur „Gottes sind Wogen und Wellen/aber Segel und Steuer sind euer/dass ihr den Hafen gewinnt“. Dass dieser Spruch von Johannes Kienau (1880 bis 1916) alias Gorch Fock an den Brunnen angebracht wird, war seinerzeit Wunsch der Gemeinde. Ebenso, dass auf ihm ein Kunstwerk entstehen soll mit Sagenmotiven aus der Region.

Vera Rusch, die das Buch „Sagen und andere Bilder von Rügen“ ihres Großonkels Herbert Schmidt aus dem Jahre 1931 vor vier Jahren neu herausgegeben hat, hofft, dass die neuen Metalltafeln auch Hundebesitzer sensibilisieren. Ihre mehrfach aufgestellten Schilder mit dem Hinweis „Dies ist kein Hundeklo“ seien immer wieder verschwunden.

Den Seejungfern verfallen

Am Johannistag tauchen zur Mittagsstunde vor der Mönchguter Küste Nixen auf. Jede hat eine Schüssel mit köstlichen Speisen. Sie beginnen am Buskam ein fröhliches Mahl und tanzen auf dem Stein.

Nur Menschen, die zu dieser Stunde geboren sind, können sie sehen. Und werden von den Wassergeistern in die Tiefe gelockt. . .

Gerit Herold

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