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Rügen Zerstört und wieder aufgebaut
Vorpommern Rügen Zerstört und wieder aufgebaut
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00:01 10.06.2016

Der 25. August 1950 war ein heißer Sommertag. Die Ernte musste eingebracht werden. Die meisten Gingster waren auf den Feldern zugange. Zwei Jungs waren im Dorf zurück geblieben. Sie stibitzten ein Päckchen Streichhölzer und zündelten in einer Scheune. Im Nu stand das Gebäude in Flammen. Bald flog brennendes Stroh vom Dach auf die umliegenden reetgedeckten Häuser. Nur wenige Minuten waren vergangen, und der alte Teil des Dorfes stand in Flammen. Am Ende waren 17 Wohnhäuser und 16 Ställe niedergebrannt. 33 Familien hatten kein Dach mehr über dem Kopf. Ein Sägewerk, landwirtschaftliche Maschinen, Vieh und Getreide, Möbel und Hausrat waren zerstört.

Die Nachricht von dem verheerenden Brand verbreitete sich wie ein Lauffeuer und löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus: Arbeitskräfte kamen ins Dorf, um zu helfen. Betriebe trugen mit Dienstleistungen zum Wiederaufbau des Ortskerns bei, die Bevölkerung half mit Spenden. Koordiniert wurde dies von der Landesregierung. Gingst galt als „Symbol lebendiger Solidarität“, wie das Schweriner Landesamt für Information in einer Sonderzeitung titelte. Denn nur sechs Wochen nach der Feuerbrunst konnten die ersten Brandopfer in neue Häuser ziehen.

Gingst war nicht zum ersten Mal ein Opfer der Flammen geworden: Während des 30-jährigen Kriegs wurde der wichtige Marktflecken im Westen Rügens geplündert und niedergebrannt. 1726 fallen die Kirche, das Pfarrhaus, das Armenhaus, die Küsterei sowie 34 weitere Häuser einem Feuer zum Opfer. 1836, also gut hundert Jahre später, fraßen sich Flammen durch die spätere Thälmannstraße und zerstörten 27 Häuser.

OZ

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