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Zur Umwelt-Preis-Übergabe wurde ein Baum gepflanzt

Altenkirchen Zur Umwelt-Preis-Übergabe wurde ein Baum gepflanzt

Die Mädchen und Jungen des „Sondereinsatzkommandos Küstenputz“ säubern die Strände Rügens vom Müll und wurden von der Succow-Stiftung ausgezeichnet

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Kinder der Altenkirchener Schule pflanzten gestern mit Landrat Ralf Drescher (hinten 2.v.l.) eine Winterlinde.

Quelle: Fotos: Gaia Born

Altenkirchen. Zum Baumpflanzen zieht Landrat Ralf Drescher lieber doch sein Jacket aus: Auf dem Schulhof der Regionalschule Windland ist es doch noch warm geworden.

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Die Mädchen und Jungen des „Sondereinsatzkommandos Küstenputz“ säubern die Strände Rügens vom Müll und wurden von der Succow-Stiftung ausgezeichnet

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Auszeichnung

Die Auszeichnung „Ort der biologischen Vielfalt“ kommt vom Projekt „Schatzküste“. Dieses macht die einzigartige Landschaft im Hotspot der biologischen Vielfalt 29 von Rostocker Heide bis Vorpommersche Boddenlandschaft erlebbar.

Mit Wettbewerb und Fest wollen die Greifswalder Projektpartner Succow- Stiftung und Ostseestiftung regionalen Anstrengungen zum Erhalt der so genannten Biodiversität Anerkennung verschaffen.

Fachmännisch blickt er an der Winterlinde hoch und meint: „Die ist schon einiges wert!“ Ist der Baum des Jahres 2016 wirklich – vor allem ideell. Denn die Linde, die am Freitag, 20. Mai, auf dem Gelände der Schule gepflanzt worden ist, ist Teil eines Preises, den Windland-Schüler mit ihrem Projekt „Sondereinsatzkommando Küstenputz“ (die OZ berichtete) gewonnen haben.

Ende letzten Jahres hatten sich die engagierten Schüler unter Federführung ihres Lehrers Ralf Schernus um den begehrten Preis der Michael Succow Stiftung beworben – und nun den Zuspruch von der beeindruckten Jury bekommen. „Es war bestimmt auch der jugendliche Elan und das ehrenamtliche Engagement der Schüler, die eine besondere Stimmung für dieses Projekt erzeugt hat“, sagt Renée Moreaux von der Michael Succow Stiftung. Sie wird für die Schüler ein rauschendes „Fest der biologischen Vielfalt“ organisieren, mit dem am 21. Juli der Sieg kräftig gefeiert und außerdem auch der Wanderpokal an die Schüler übergeben wird.

Auch der stellvertretende Geschäftsführer der Stiftung, Thomas Beil, gratulierte den Schülern begeistert zu ihrem Gewinn: „Üblicherweise spreche ich vor Gremien oder Wissenschaftlern, da ist das heute etwas ganz besonderes für mich“, gab er in seiner Ansprache an die Schüler zu. Er würdigte vor allem das wissenschaftliche Interesse der Schüler: „Hier wird ja nicht nur Müll gesammelt. Die Schüler haben akribisch ausgewertet, welcher Müll hier genau vorliegt, haben außerdem Robben und Stranddisteln gezählt. Sie brennen für ihre Sache – das merkt man“, freute er sich. Auf diese Weise bekäme die Umweltdiskussion einen realen Bezug und Probleme würden erlebbar.

Mann der Stunde war aber ohne Frage der Initiator des Projekts, Lehrer Ralf Schernus. Dass sein Projekt mal so erfolgreich werden würde, hätte er bei der Gründung 2009 gar nicht gedacht: „Es ist eine tolle Anerkennung für eine doch sehr umfangreiche Arbeit. Mittlerweile habe ich 22 Schüler in dem Projekt und viele wollen noch mitmachen – das ist schon fast ein Organisationsproblem.“ Seine Schüler hält der Biologielehrer mit Gesprächen und dem eigenen Vorbild bei der Stange: „Man kann nicht sagen: 'Sammelt ihr mal Müll'. Ich bin aktiv dabei und sensibilisiere die Jugendlichen dafür, wie wichtig ihre Arbeit ist.“ Denn für einen bestimmten Strandabschnitt sammelt das SEK2 genaue Mülldaten und meldet sie vierteljährlich der Universität Rostock, wo diese ausgewertet werden. „Da ist Sorgfalt wichtig, sonst verlieren wir unsere Glaubwürdigkeit“, sagt Schernus.

Doch gestern wurde nicht gesammelt, sondern gefeiert – und so brachen alle Schüler in brandenden Applaus aus, als die Preis-Winterlinde endlich eingegraben war und fest steht. Und ausruhen auf ihren Lorbeeren wollen sich die SEK-ler auch nicht: „Nächste Woche ist der Strandabschnitt bei Juliusruh mit der Säuberung dran und vor Dranske liegt noch ein Schiffswrack, das wir bergen wollen.“ Es gibt also noch viel zu tun.

Gaia Born

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