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100 Syrer beziehen neues Zuhause

Barth 100 Syrer beziehen neues Zuhause

100 Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel haben in den letzten Tagen eine Wohnung in Barth beziehen können.

Barth. 100 Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel haben in den letzten Tagen eine Wohnung in Barth beziehen können. Das teilte Reinhard Marx, Vorsitzender des Vereins „Willkommen in Barth“ und zugleich Chef der Wohnungsbaugesellschaft mbH (Wobau), mit.

Viele der Syrer waren zuvor in Jugendherbergen des Landkreises Vorpommern-Rügen untergebracht. Am 29. Februar lief der Vertrag zwischen dem Jugendherbergswerk und dem Land Mecklenburg-Vorpommern zur Überwinterung der Flüchtlinge aus.

Innerhalb von zwei Wochen hat die Wobau 31 Wohnungen renoviert und bezugsfertig hergerichtet. Die Wohnungen sind in der Willi-Bredel-Straße, an der Blauen Wiese und in der Bertolt-Brecht- Straße zur Verfügung gestellt worden. In Letzterer befindet sich auch die Barther Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber.

„Die Verweildauer der Flüchtlinge ist schwer einschätzbar“, sagt Reinhard Marx. „Viele Flüchtlinge zieht es in die Großstädte“, begründet er. Dort hätten sie jedoch kaum Aussicht auf eine Wohnung.

Aus diesem Grund hat die Wobau sogenannte Wohnungen für Übergangswohngemeinschaften eingerichtet. Sie sind mit Möbeln für jeweils drei bis vier Personen ausgestattet worden. Kein Schutzsuchender solle, so Marx, in Barth auf der Straße leben müssen.

Als sehr nützlich hätte sich nach seiner Ansicht das im Januar eröffnete Möbellager des Vereins „Willkommen in Barth“ in der Nelkenstraße erwiesen. Dank einer großen Spendenbereitschaft in Barth und der Umgebung konnten alle Wohnungen mit Sofas, Schränken, Tischen und Stühlen eingerichtet werden. „Die Mitglieder des Möbellager-Aktivs haben das durch tagelange harte Arbeit ermöglicht“, lobt Marx.

Sie hätten in dem unbeheizten Möbellager die Stücke sortiert, beschriftet und laut Plan den Wohnungen zugeordnet. Trotz aufgekommener Erkältungswelle wurde weitergearbeitet, um die karg eingerichteten Wohnungen etwas wohnlicher werden zu lassen.

Zum Transport der Möbel hat das kommunale Wohnungsunternehmen ein Zugfahrzeug und einen Anhänger zur Verfügung gestellt. „Vereinsmitglieder haben Flüchtlinge, die schon geraume Zeit in Barth wohnen, motiviert, beim Möbeltragen zu helfen“, berichtet Reinhard Marx. Das sei bei Sofas und Schränken, die mehrere Stockwerke hochgetragen werden mussten, schwere Arbeit gewesen. Beim Tragen hätten auch Flüchtlinge geholfen, deren neue Wohnungen mit Möbeln eingerichtet werden sollten.

Wenn während der Umzugsarbeiten etwa bei einer falschen Wohnung auf die Klingel gedrückt wurde oder es im Treppenhaus ein wenig laut zuging, hätten sich die deutschen Mitbewohner freundlich und verständnisvoll gezeigt. Jetzt könnten die Flüchtlinge erst einmal in Ruhe ihrem Integrationskurs entgegensehen und sich in der neuen Umgebung mit noch fremden Nachbarn zurechtfinden, sagt Marx. Auch dabei finden die Flüchtlinge Unterstützung bei dem Barther Willkommensverein.

Von Detlef Lübcke

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