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15 Stadthäuschen vor der Kulturkirche

15 Stadthäuschen vor der Kulturkirche

Zum Tag der Städtebauförderung wurde auch die Bebauung fürs Quartier 33 vorgestellt

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Beate Löffler vom Bauamt der Hansestadt informierte die Besucher an einem Modell, wie das Quartier 33 künftig aussehen soll. An der Miniaturplatte erklärte sie die Parzellenaufteilung samt Hausansicht. FOTOS (4): INES SOMMER

Stralsund. Die Kulturkirche St. Jakobi machte am Samstag ihrem Namen alle Ehre. Mit einem bunten Programm wurde nicht nur der Tag der Städtebauförderung in Stralsund gefeiert.

OZ-Bild

Zum Tag der Städtebauförderung wurde auch die Bebauung fürs Quartier 33 vorgestellt

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Erstmals konnten sich auch die Besucher, die im Winter nicht zu den geladenen Gästen der Einweihung gehörten, von der erfolgreichen Sanierung der Kirche ein Bild machen.

Regelrecht verschlungen haben die Gäste aber auch die Informationen zu noch geplanten Projekten in der Stadt – besonders am Stand von Beate Löffler. Die Ingenieurin aus dem Stralsunder Bauamt zeigte an einem Modell, wie das Quartier 33 bald aussehen soll. „Das Areal vor der Jakobikirche, heute noch Parkplatz, wurde getreu der historischen Struktur in 15 Parzellen aufgeteilt. Die entstehenden, nicht öffentlichen Höfe bieten Platz für einen kleinen Garten. Für Autos ist der ganze Bereich tabu.“ Dass man sich von der einst geäußerten Idee mit unterirdischen Garagen verabschiedet hat, erklärte die 46-Jährige so: „Das gesamte Quartier entsteht auf den originalen historischen Mauern. Erstens bekommt man den Abriss niemals genehmigt, zweitens wäre sowas viel zu teuer.“ Archäologin Stefanie Brüggemann ergänzte, dass man zudem in der Tiefe mit moorähnlichem Boden zu kämpfen hätte.

Viele Stralsunder haben schon Interesse an so einem Stadthäuschen bekundet. Können sie sich das aber leisten? „Wir wollen schon, dass sich hier Familien mit Kindern oder den Großeltern niederlassen.

Es geht also um Selbstnutzer, für die soll das Haus auch bezahlbar sein“, betonte Beate Löffler. Der Verkauf laufe über die SES. 2018 soll das Projekt starten. Da Grabungen schon stattfanden, die Grundmauern erfasst und die Keller verfüllt sind, muss sich auch keiner mehr große Sorgen um Ausgrabungen machen, ergänzte Archäologin Brüggemann.

Interessiert blieben die Gäste auch vor den Tafeln stehen, die zeigten, wie der Fischmarkt einmal aussehen könnte. Ob Welterbe, Denkmalpflege oder maritimes Zentrum, viele Einrichtungen nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Projekte vorzustellen. Dabei durfte auch zugepackt werden – zum Beispiele am Stand der Spielkartenfabrik. Da gestalteten die beiden siebenjährigen Nils und Arvid einen Stadtplan mit, malten, schnippelten und klebten. Werkstattleiter Fred Lautsch druckte derweil Fisch-Postkarten. „Diese Sachen verkaufen wir und können uns dadurch selbst tragen“, sagte der 56-Jährige. Ihm gefiel besonders der bunte Mix zum Tag der Städtebauförderung. Die ehemalige Lehrerin Helga Zürn war mit ihrer Freundin gekommen, um endlich mal die neu gestaltete Kirche in Augenschein zu nehmen.

Schrill und bunt, laut oder leise – auf der Bühne wechselten derweil Musik, Gesang und sportliche Einlagen einander ab. Kraftvoll heizte die Trommelschule den Besuchern mit einem rhythmischen Feuerwerk ein. Mindestens genauso schwungvoll präsentierte sich „Heart Beat“, ein Rock- und Popchor, der sich aus Altstadtliebhabern entwickelte. Der Kinder- und Jugendzirkus Ostsee-O-Lini entführte das Publikum in eine Fantasie-Welt mit grün funkelnden Echsen und blau glitzernden Fischen. Jonglage, Akrobatik und Artistik auf dem Einrad – die kleinen Künstler präsentierten ein tolles Programm und zeigten einmal mehr ihre Klasse. Auch der Chor des Slawischen Kulturzentrums, die Tanzgruppe Viva und der Auftritt des Stralsunder Musikers Peter Sitte und Co. sorgten dafür, dass St. Jakobi wieder einmal erstrahlte als ein Spiegel der Stralsunder Kultur – ganz im Sinne einer Kulturkirche eben.

Ines Sommer

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