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Stralsund 200 Jahre verschlossenes Kirchenfenster wieder geöffnet
Vorpommern Stralsund 200 Jahre verschlossenes Kirchenfenster wieder geöffnet
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00:00 31.01.2018
Pastor Kai Völker steht vor dem Fenster, das noch mit Holz geschützt ist. Im Frühjahr wird es originalgetreu rekonstruiert. Quelle: Foto: Carolin Riemer

Bodstedt. Als im Jahre 1785 die Wallfahrtskirche Sankt Ewald in Bodstedt um einen Anbau erweitert wurde, planten die Baumeister auch ein Fenster über dem Eingangsbereich. Doch nur 30 Jahre später mauerten sie es wieder zu. Der Grund, auf das einfallende Licht zu verzichten, klingt nachvollziehbar: Die Orgel, die direkt vor dem Fenster stand und auch heute noch steht, reagierte zu anfällig auf die Temperaturschwankungen. Die hölzernen Orgelpfeifen vertrugen die Sonneneinstrahlung nicht.

Mehr als 200 Jahre lang war das Fenster zugemauert. Doch nun ist es wieder offen, wenn auch zunächst noch mit schützenden Holzplatten verschlossen. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen es zulassen, wird es verglast und rekonstruiert. Und da die Orgel auch heute noch vor diesem Fenster steht und die Orgelpfeifen noch immer empfindlich reagieren, wird UV-sicheres Fensterglas verwendet. Als „ein kleines Wunder“ bezeichnet Pastor Kai Völker diese ungeplante Öffnung des Fensters.

Zwischen 15000 und 20000 Euro kostet die Rekonstruktion. Völlig unerwartet übernahm die Rudolf-Dankwardt-Stiftung aus Lübeck die Finanzierung. „Denn ein Vorfahre der Familie Dankwardt war einst Pastor in Bodstedt“, erklärt Kai Völker beim OZ-Besuch überglücklich.

caro

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