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Stralsund 2021 wird das Superjahr für Verkehrsprojekte in Vorpommern
Vorpommern Stralsund 2021 wird das Superjahr für Verkehrsprojekte in Vorpommern
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00:00 13.01.2018
Auf Usedom hat sich die Situation durch den ungebremsten Ausbau der Betten in der Vergangenheit verschärft.Christian Pegel (SPD) Infrastrukturminister in MV
Vorpommern

Im Jahr 2021 könnte die Region Vorpommern von der Fertigstellung gleich mehrerer Verkehrsinfrastrukturprojekte profitieren: Dann soll Wolgast endlich eine Ortsumgehung erhalten, die Bahn bis auf den Darß rollen und die A 20 wieder durchgängig befahrbar sein.

Wer im Sommer auf die Insel Usedom will, steht oft in Wolgast im Stau. Eine Ortsumgehung ist nötig. Quelle: Foto: Tilo Wallrodt

Mit Prognosen für die Ortsumgehung von Wolgast sei er inzwischen zwar vorsichtig geworden, sagt Verkehrsminister Christian Pegel (SPD), er gehe aber davon aus, „dass die Deges im ersten Quartal dieses Jahres die letzten naturschutzrechtlichen Anforderungen abgearbeitet haben wird, sodass das Planfeststellungsverfahren weitergeführt werden kann“. Die Hoffnung sei, „im nächsten Jahr einen Planfeststellungsbeschluss in den Händen zu halten und dass es niemanden gibt, der anschließend juristisch gegen diesen Beschluss vorgeht. Aus meiner Sicht könnten wir Anfang der 2020er-Jahre das Geld vom Bund bekommen, um mit dem Bau loszulegen“, sagte Pegel.

Besonders in Wolgast stauen sich in den Sommermonaten an beinahe jedem Wochenende die Autos, weil der touristische An- und Abreiseverkehr mitten durch die Stadt fließt. Für den Unternehmerverband Vorpommern ist eine Ortsumgehung nur ein erster Schritt. „Wir brauchen endlich innovative Lösungen, damit Unternehmen ungehindert arbeiten können und die Urlauber nicht eines Tages ausbleiben“, sagte der Präsident des Unternehmerverbandes Vorpommern, Gerold Jürgens. Ihm zufolge müsse letztendlich ein dreispuriger Ausbau der Bundesstraße 111 mit Tunneln und Brücken für Fußgänger sowie Radfahrer das Hauptziel sein.

Pegel verortet allerdings einen Teil der Verantwortung für den sich jährlich wiederholenden Verkehrsinfarkt auf der Insel selbst. „Auf Usedom hat sich die Situation durch den ungebremsten Ausbau der Betten in der Vergangenheit verschärft. An dieser Stelle muss vor Ort umgesteuert werden“, betonte er im Gespräch mit der OSTSEE-ZEITUNG.

Der Darß und Usedom gehören aus seiner Sicht verkehrstechnisch zu den größten Problemregionen in Vorpommern. Dabei sei die Situation auf Usedom und auf dem Darß vergleichbar. Pegel: „In beiden Regionen können wir auf Grund der geografischen Gegebenheiten – anders als auf Rügen – nicht einfach eine zweite Straße bauen. Diese Unterschiede sind in den nicht selten neidvoll geführten Diskussionen vor Ort manchmal schwierig zu vermitteln.“

Dass die Darßbahn nun kurz vor der Umsetzung steht und ab Anfang der 2020er-Jahre gebaut werden soll, geht vor allem auf das jahrelange Wirken vieler lokal engagierter Menschen zurück, das durch die Ankündigung der Deutschen Bahn, den Zugverkehr auf der Strecke von Velgast nach Barth zwischenzeitlich ganz einstellen zu wollen, nochmals Auftrieb erhalten hatte. Das Genehmigungsverfahren erfolgt derzeit in drei Bauabschnitten: von Barth bis zur Meiningenbrücke, von der Brücke nach Zingst und von Zingst nach Prerow. Für den ersten Abschnitt liegt bereits ein Planfeststellungsbeschluss vor.

Ebenfalls 2021 soll die A 20 nach ihrem Zusammenbruch in der Nähe von Tribsees wieder durchgängig befahrbar sein. Viele Hoteliers, Ferienhausvermieter und Gastronomen in Vorpommern hoffen, dass die Reparatur der Autobahn bedeutend schneller vonstatten geht. Verschiedene Tourismusexperten hatten sich deshalb am Donnerstag mit Pegel in Schwerin getroffen. Sie befürchten bereits in diesem Jahr erhebliche Auswirkungen auf die Urlauberzahlen. Der Minister gab nach dem Treffen keine Erklärung zu den besprochenen Inhalten ab.

Benjamin Fischer

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