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3,4 Millionen Euro für neue Notaufnahme am Klinikum

Stralsund 3,4 Millionen Euro für neue Notaufnahme am Klinikum

Auf 600 Quadratmetern stehen Ärzten und Patienten 14 Behandlungsräume zur Verfügung / Ab heute Nachmittag können Notfälle dort behandelt werden

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Der Chefarzt der Unfallchirurgie, Dr. Bernhard Fortmeier, richtet eine OP-Leuchte im Schockraum der neuen Notaufnahme.

Quelle: Fotos: Alexander Müller

Stralsund. Für den Notfall gerüstet: Nach acht Monaten Bauzeit und einer Investition von 3,4 Millionen Euro ist gestern der Neubau der Notaufnahme am Helios Hanseklinikum eröffnet worden. „Das war eines unserer wichtigsten Projekte in den vergangenen Jahren“, sagte Geschäftsführer Robert Möller vor den zahlreichen Besuchern, die gekommen waren, um sich die neuen Räumlichkeiten im Krankenhaus am Sund anzusehen.

OZ-Bild

Auf 600 Quadratmetern stehen Ärzten und Patienten 14 Behandlungsräume zur Verfügung / Ab heute Nachmittag können Notfälle dort behandelt werden

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Seit Jahren nimmt die Zahl der Behandlungen in der Notaufnahme des Stralsunder Krankenhauses kontinuierlich zu: Waren es vor fünf Jahren noch knapp 25000 Notfälle, sind es mittlerweile über 28

000 im Jahr. Für dieses Patientenaufkommen war die bisherige Notfallambulanz, die zuletzt in den 1990er-Jahren modernisiert wurde, nicht mehr ausgelegt.

Sowohl die Fläche als auch die Anzahl der Behandlungsräume haben sich verdoppelt. Den 18 Mitarbeitern und den Patienten stehen nun über 600 Quadratmeter und 14 Behandlungsräume zur Verfügung. „Ein wahrer Quantensprung“, wie es Robert Möller ausdrückte. Bereits im Oktober 2014 begannen die Vorbereitungen für die neue Notaufnahme. Ein Jahr dauerten zunächst die Umbauarbeiten in der Radiologie, bevor im September des vergangenen Jahres der Baustart für die Notaufnahme erfolgte.

„Bei der Gestaltung der Räume haben wir Wert darauf gelegt, dass die Privatsphäre der Patienten gewahrt wird“, erklärte Möller bei einem Rundgang. Er nutzte außerdem die Gelegenheit, um das neue Wartesystem für die Patienten zu erklären. Bei dem sogenannten Manchester-Triage-System schätzen die Pflegekräfte jeden Patienten innerhalb kürzester Zeit nach bestimmten Symptomen wie Schmerzen, Bewusstsein oder Temperatur ein. Entsprechend dieser Einschätzung ergibt sich nach einem Farbprinzip dann die Dringlichkeit der Behandlung. Dabei steht zum Beispiel Rot für „sofortige Behandlung“

und Blau für „nicht dringende Behandlung“. „Das Pflegepersonal wird dafür extra geschult“, erklärte Robert Möller und führte weiter aus: „Im Zuge der Modernisierung wollten wir auch inhaltlich noch aufsatteln.“

Einen weiteren wichtigen Punkt sieht Dr. Bernhard Fortmeier, Chefarzt der Unfallchirurgie, in den kürzeren Wegen zu den wichtigen weiterführenden Behandlungen bei der Notfallversorgung. In nur wenigen Sekunden sind die über der Notaufnahme liegende Intensivstation und der OP-Trakt erreichbar. „Gerade nach schweren Unfällen sind sie wichtig“, sagt Fortmeier. Im sogenannten Schockraum, der Behandlungsraum, in den die Notfallpatienten als erstes gebracht werden, erklärt Bernhard Fortmeier die Beleuchtung über der Behandlungsliege. Das Gerät verfügt über rote, grüne und weiße Lichter, die für eine bessere Ausleuchtung bei der Behandlung sorgen. „Weißes Licht allein ist oft zu grell“, sagt Fortmeier.

• Video von der Eröffnung der Notaufnahme unter www.ostsee-zeitung.de

Bauarbeiten nach acht Monaten beendet

Im September 2015 begannen die Bauarbeiten für die neue Notaufnahme im Krankenhaus am Sund.

626 Quadratmeter stehen nun für die Notfallversorgung zur Verfügung.

14 Behandlungs - und Untersuchungsräume gibt es.

10,5 Kilometer Stromkabel wurden verlegt und 35 Türen eingebaut.

380 Schalter und Steckdosen gibt es in der Notaufnahme.

18 Ärzte , Schwestern und Pfleger kümmern sich um die Versorgung der Patienten.

Von Miriam Weber

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