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Stralsund 34 Millionen für die Kommunen - was kommt an der Basis an?
Vorpommern Stralsund 34 Millionen für die Kommunen - was kommt an der Basis an?
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11:06 07.10.2017
Das Gewerbegebiet Langendorf mit dem Einkaufspark Ostseecenter beschert der Gemeinde Lüssow jährlich gute Steuereinnahmen. Und die führen dazu, dass die Gemeinde vor den Toren der Stadt Stralsund oft keine Landeszuweisung bekommt. Quelle: Christian Rödel
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Niepars/Tribsees/Lüssow

34 Millionen Euro mehr Landeszuweisungen sollen 2018 in die Kommunen fließen, so hat es Innenminister Lorenz Caffier (CDU) im Sommer im Zuge der Neuregelung des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) angekündigt.

Jetzt gab das Land die Summen bekannt, die – vorbehaltlich des Landtagsbeschlusses – an die einzelnen Gemeinden überwiesen werden sollen. Beim Blick auf die Liste wird klar: Es gibt viele Gewinner, aber auch Verlierer.

Betrachtet man die Region mit den Amtsbereichen Tribsees, Niepars, Altenpleen und Franzburg-Richtenberg, so kommt die größte Stadt, nämlich Tribsees mit 2762 Einwohnern, am besten weg. Auf 152 873 Euro mehr kann sich die Kommune freuen, das sind 55 Euro je Einwohner.

Steinhagen mit 2610 Einwohnern bekommt dagegen nur knapp 42 000 Euro mehr, das sind 16 Euro pro Nase. Franzburg (1462 Einwohner) erwartet eine Nachzahlung von knapp 84 000 Euro, in Richtenberg sind es für 1362 Einwohner 64 000 Euro.

Die enormen Unterschiede – auch bei ähnlicher Einwohnerzahl – kommen zu Stande, weil die Kommunen unterschiedliche Steuereinnahmen haben. Wer viel Einkommens-, Grund- und Gewerbesteuer aufs Gemeindekonto buchen kann, erhält weniger Zuweisungen vom Land.

Und so ist es auch zu erklären, dass einige Kommunen gar nichts vom versprochenen Landes-Nachschlag haben. Ganz im Gegenteil, die FAG-Neuregelung entpuppt sich für sie als Minusgeschäft. Den größten Verlust muss in unserer Region die Stadtrandgemeinde Lüssow hinnehmen. Die als reich geltende Kommune bekommt sogar 40000Euro weniger Landesmittel. Allerdings sind die Lüssower solche Schwankungen gewöhnt, denn sie hatten in „fetten Steuerjahren“ schon öfter null Euro Schlüsselzuweisung.

Ines Sommer

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