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51 Autofahrer unter Drogen erwischt

Stralsund 51 Autofahrer unter Drogen erwischt

2012 ereigneten sich in der Stadt 2027 Unfälle mit 29 Schwerverletzten. Im Gegensatz zu 2011 gab‘s keine Todesfälle.

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Bei diesem Unfall am 21. August 2012 wurden zwei Personen verletzt. Auf dem Frankendamm war kurz vor dem Werftkreisel ein Stadtbus mit einem Bagger zusammengestoßen.

Quelle: Jens-Peter Woldt

Stralsund. Montags und freitags knallt es in Stralsund am meisten — das geht aus der 2012er-Statistik hervor, die die Polizei gestern vorstellte. So krachte es 2027-mal auf sundischen Straßen, dabei wurden 29 Menschen schwer und 200 leicht verletzt. Im Gegensatz zu 2011 verunglückte aber niemand tödlich. Im Vorjahr war ein Unfall noch für vier Menschen zur Todesfalle geworden.

Betrachtet man den gesamten Einzugsbereich der Polizei-Inspektion Stralsund von Ribnitz bis Sassnitz, stehen 8295 Unfälle zu Buche, das sind 82 weniger als 2011. Auch die Zahl der Todesopfer sank von 19 auf 10 (fünf Autofahrer, drei Fußgänger und zwei Kradfahrer). Erinnert sei hier zum Beispiel an den schweren Verkehrsunfall, der am 30. November auf der Landesstraße bei Prohn ein Menschenleben auslöschte. Ein Pkw-Führer hatte einen auf der Straße liegenden Mann überfahren, so dass dieser an den Folgen der Verletzungen starb.

„Die Ermittlungen gegen den Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung sind noch nicht abgeschlossen. Man muss in solchen Fällen immer die Frage stellen: Konnte der Fahrer dem Hindernis ausweichen? Nicht selten stellt sich heraus, dass der Pkw-Führer keine Möglichkeit dazu hatte, und dann wird das Verfahren eingestellt“, erklärt PI-Leiter Thomas Dabel und ergänzt: „Dennoch haben wir mit zehn Todesopfern die niedrigste Zahl seit der Wende. Trauriger Höhepunkt war 1999 mit 96 Toten.“

Verzeichnet die Polizei-Inspektion im Schnitt 500 bis 600 Unfälle im Monat, so steigt die Zahl mit Beginn der Touristen-Hochzeit im August jährlich auf über 900. Etwa 800 Verkehrsunfälle werden im Oktober protokolliert. Erstaunlicherweise gibt es mit Einsetzen von Schnee und Eis im Winter keinen drastischen Anstieg.

„Man merkt, dass die Straßen besser ausgebaut und die Autos sicherer sind. Und unsere Kontrollen tragen natürlich auch zu mehr Verkehrssicherheit bei. Sinkende Unfallzahlen und weniger Verletzte — das ist der Trend, der nicht nur in Stralsund, sondern im gesamten Land zu beobachten ist“, resümiert Polizeidirektor Thomas Dabel (52).

Häufigste Unfallursache bleibt die unangepasste Geschwindigkeit. Und damit ist nicht nur die Raserei gemeint. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss spielt nach wie vor eine große Rolle. Lediglich das falsche Überholen ist seltener als Unfallursache angegeben worden. „Wir werden unsere Arbeit darauf einstellen, wie gewohnt mit den Verkehrskontrollen“, so Thomas Dabel. Von den 5380 Kontrollen im Gesamtbereich entfielen letztes Jahr 898 auf Stralsund. Hatten insgesamt 1508 Leute zuviel Gas gegeben, waren es in der Stadt 205. Die 253 Schnelltests in der City ergaben, dass 51 Fahrzeugführer Drogen intus hatten. 157-mal wurden Leute ohne Gurt erwischt.

Vier Wochen zu Fuß gehen, hieß es für 57 Stralsunder, die zwischen 0,5 und 1,01 Promille Alkohol im Blut hatten. Bei mehr als 1,1 Promille wurde 258 Fahrern der Führerschein abgenommen. Und auch 136 Radler haben eine Straftat begangen, denn sie saßen mit mehr als 1,6 Promille auf ihrem Drahtesel. „Da erwischt man auch mal Leute mit mehr als zwei und die Promille. Sie wollen nicht begreifen, dass sie eine Gefahr für sich und andere sind“, erklärt Polizeihauptkommissar Wilfried Harfenmeister, Verkehrssachbearbeiter in der PI.

Schon drei Verkehrstote in diesem Jahr
In kleinen Schritten sinken die Unfallzahlen im Bereich der Polizei-Inspektion Stralsund. Waren es 1999 noch 11 156 Fälle, so sind es im letzten Jahr 8295 Unfälle gewesen.

1380 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wurden für Stralsunder geschrieben. Im Gesamtbereich wurden 35 273 Verstöße geahndet.

Betrachtet man die zehn tödlichen Unfälle im PI-Bereich, so waren vier Verkehrsteilnehmer älter als 65, jeweils drei gehörten zur Gruppe der 16- bis 25-Jährigen und der 26- bis 35-Jährigen, alle anderen Altersgruppen blieben verschont.

1321 Unfälle haben sich im Bereich Grimmen (inclusive Autobahn) ereignet, dabei wurden drei Menschen getötet, 42 schwer und 133 leicht verletzt.

Bleibt der sinkende Unfall-Trend 2013? „Das lässt sich schwer sagen. Fakt ist, dass wir bereits drei Todesopfer haben. Im April 2012 stand da noch eine Null“, so Dabel.

Ines Sommer

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Im letzten Jahr haben sich in Stralsund 2027 Unfälle ereignet, ein Prozent weniger als 2011. 29 Menschen wurden schwer und 200 leicht verletzt.

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