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Stralsund 64 Prozent der Hausärzte am Sund sind älter als 50 Jahre
Vorpommern Stralsund 64 Prozent der Hausärzte am Sund sind älter als 50 Jahre
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00:00 26.09.2018
Stralsund

Wird die Hansestadt in Zukunft noch genügend Hausärzte haben? Diese Frage steckte hinter einer kleinen Anfrage der Fraktion Linke offene Liste in der Stralsunder Bürgerschaft. Wie Marc Quintana-Schmidt für seine Fraktion erklärte, ging die Anfrage auf Stimmen aus dem Stadtverband der Linken zurück, die auf Probleme mit der Hausarztversorgung aufmerksam machten. „So hatte zum Beispiel ein älterer Herr die Erfahrung machen müssen, dass er nicht ohne weiteres einen neuen Hausarzt fand, nachdem sein bisheriger Arzt in den Ruhestand gegangen war“, sagte Quintana-Schmidt gegenüber der OZ.

In den nächsten zehn bis 20 Jahren wird es keinen Engpass bei Hausärzten in Stralsund geben.Ronald Zabel, CDU/FDP-Fraktion

Die Antwort der Stadtverwaltung auf die Anfrage der Linken stützte sich im Wesentlichen auf Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Mecklenburg-Vorpommerns. Danach gibt es in der Hansestadt 45 niedergelassene Hausärzte und -ärztinnen. Auffällig bei den Angaben zur Altersstruktur ist die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen. Nach KV-Angaben sind dies 18 von 45 Medizinern. Dazu kommen elf Ärzte, die 60 Jahre und älter sind. Damit kommen beide Altersgruppen auf einen Anteil von 64,4 Prozent der niedergelassenen Hausärzte in Stralsund. Der Altersdurchschnitt dieser Gruppe liegt bei 53,9 Jahren. Für Marc Quintana-Schmidt ein Zeichen, die Entwicklung im Auge zu behalten. „Wir sehen die Gefahr, dass es künftig zu einem Engpass bei der Hausarztversorgung in der Hansestadt kommen könnte, wenn nach und nach Ärzte in den Ruhestand gehen werden.“

Ronald Zabel, Fraktionschef der CDU/FDP-Fraktion und selbst Arzt, kann diese Gefahr nicht erkennen: „In den nächsten zehn bis 20 Jahren wird es aus meiner Sicht keinen Engpass bei Hausärzten in Stralsund geben.“ Zabel verweist darauf, dass Bund und Land bereits Weichen gestellt haben, einem Hausarztmangel vorzubeugen.

Zabel verweist in diesem Zusammenhang auf zwei wesentliche Schwerpunkte. Verloren Vertragsärzte bis zum Jahr 2008 mit Vollendung des 68. Lebensjahres ihre Kassenzulassung, so wurde diese Altersgrenze aufgehoben. Eine Regelung, die zum einen Ärzten, die das wollen, die Chance eröffnet, ihre Praxis weiter zu betreiben. Die anderseits aber auch dazu beiträgt, etwa in medizinisch unterversorgten Gebieten die ärztliche Versorgung aufrecht zu erhalten, bis sich die Lage entspannt.

In Mittelzentren wie Stralsund könnte bei Engpässen zudem ein geänderter Paragraph des Sozialgesetzbuches V greifen. Danach können Kommunen medizinische Versorgungszentren (MVZ) gründen. „In diesen Zentren, ähnlich den früheren Polikliniken, können angestellte Ärzte die ambulante medizinische Versorgung sicherstellen“, sagt Ronald Zabel. Anfang 2017 gab es in Deutschland knapp 2500 MVZ, in denen mehr als 16000 Ärzte arbeiteten.

Im Stralsunder Umland hingegen versucht der Landkreis Vorpommern-Rügen mit Hilfe eines Stipendiums in Höhe von 500 Euro aus Haushaltsmitteln Medizinstudenten bereits während des Studiums für eine künftige Landarztstelle zwischen Arkona und Zingst zu begeistern. Nach Angaben der Kreisverwaltung gibt es derzeit sechs Studenten, die dieses Stipendium erhalten.

Jörg Mattern

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