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Stralsund 70 Kilo weniger! Danke, Herr Doktor
Vorpommern Stralsund 70 Kilo weniger! Danke, Herr Doktor
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00:00 15.09.2018
Stralsund

142 Kilogramm hatte die Waage am Ende angezeigt. „Eigentlich ging gar nichts mehr“, erinnert sich Elvira Schiprowski. Die heute 55-Jährige sitzt neben Dr. Christian Lau, Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, im Helios Hanseklinikum. Dass sie mal Probleme mit ihrer Figur hatte, ist der Richtenbergerin nicht anzusehen. Doch das war vor ein paar Jahren noch ganz anders. Wegen ihres starken Übergewichts hatte sie nicht nur körperliche Beschwerden, sondern schämte sich zudem fürchterlich.

Elvira Schiprowski mit ihrem Arzt Dr. Christian Lau vom Hanseklinikum. Quelle: Foto: Miriam Weber

„Konservative Behandlungsmethoden wie Diäten oder Ernährungsberatung haben damals nichts gebracht“, erzählt Elvira Schiprowski. Im Jahr 2009 hatte sie sich nach vielen Gesprächen mit Ärzten für einen operativen Eingriff entschieden, bei dem der Magen verkleinert wurde. Viele Kilos hat sie seitdem verloren, wiegt heute 75 Kilogramm. Allerdings stand dann das nächste Problem im Raum: Die überschüssige Haut. Diese führte zu Entzündungen in den Hautfalten oder rieb schmerzhaft aneinander.

An diesem Punkt trat erneut Christian Lau auf den Plan. Der Chirurg hat in einer sechsjährigen Zusatzausbildung seinen Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie gemacht. Damit ist er der einzige Arzt in Vorpommern, der über diese spezielle Qualifikation verfügt. „Die plastische Chirurgie steht auf vier Säulen“, erklärt der Mediziner. „Das sind die Hand- und die Verbrennungschirurgie, die Rekonstruktion und die ästhetische Chirurgie“, erklärt der 40-Jährige. Mit der überschüssigen Haut durch den großen Gewichtsverlust wurde Elvira Schiprowski erneut ein Fall für den Chirurgen. Mit drei Operationen konnte ihr geholfen werden.

Seit drei Monaten hat das Hanseklinikum den neuen Fachbereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie etabliert. Der Bedarf ist da. Allein 2017 haben sich 32647 Menschen in Deutschland aus nicht medizinischen Gründen einem operativen Eingriff unterzogen, Tendenz steigend. „An seinem äußeren Erscheinungsbild etwas verändern zu wollen, kann unterschiedliche Gründe haben“, sagt Christian Lau. Ob nun die überschüssige Haut nach massivem Gewichtsverlust, Rekonstruktionen wegen einer Tumorerkrankung oder der schlaffe Bauch nach Schwangerschaften.

„Sich im eigenen Körper nicht wohl zu fühlen, kann sehr belastend sein, sowohl physisch als auch psychisch“, sagt der Mediziner. „Verständnis, Beratung, um die geeignete Operationstechnik zu finden, sowie die Nachsorge sind die zentralen Pfeiler unserer Behandlung.“ Immer wieder weist er darauf hin, dass es ohne Gespräche im Vorfeld nicht funktionieren würde. Patient und Arzt müssten sich sozusagen erst einmal beschnuppern. „Da muss schon eine Vertrauensbasis sein“, ist der Arzt überzeugt. „Wie groß ist der Leidensdruck bei dem Patienten und kann ich seine Erwartungen überhaupt erfüllen?“

Für Elvira Schiprowski war der Eingriff jedenfalls ein Neubeginn. „Ich habe damals diese Entscheidung für mich getroffen, und sie war richtig.“ Es sei einfach schön, jetzt wieder mit einer Freundin Klamotten einkaufen gehen zu können und überhaupt wieder unter Leute zu gehen.

Am 19. September wird der Facharzt Christian Lau im Rahmen der Patientenakademie um 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses am Sund den Vortrag „Straffungsoperationen: Plastische und ästhetische Eingriffe an Gesicht, Brust und Bauch“ halten. Interessierte sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.

Miriam Weber

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