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88 neue Wohnungen in Knieper Nord

Stralsund 88 neue Wohnungen in Knieper Nord

Die Wohnungsbaugenossenschaft Volkswerft hat knapp 14,5 Millionen Euro in die neuen Häuser in der Majakowski- und der Bertolt-Brecht-Straße investiert. Im April sind die letzten Mieter eingezogen. Die Preise liegen zwischen 7,50 Euro und 8,50 Euro Netto-Kaltmiete je Quadratmeter.

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Das Projekt in der Majakowski- und Bertolt-Brecht-Straße ist fertiggestellt. Im April sind die letzten Mieter in ihre Genossenschaftswohnungen mit Fußbodenheizung, Fahrstuhl, großen Balkonen und Tiefgarage eingezogen. FOTOS (5): MARLIES WALTHER

Stralsund. Das Gesicht der Majakowski- und Bertolt-Brecht-Straße in Knieper Nord hat sich komplett verändert: Für knapp 14,5 Millionen Euro errichtete die Wohnungsbaugenossenschaft Volkswerft hier seit September 2013 neue Häuser mit insgesamt 88 Wohnungen, die mit ihren grünen und roten Farbkontrasten zur weißen Fassade schon optisch einen Blickpunkt setzen. Jetzt ist das Projekt, zu dem auch 80 Tiefgaragenplätze gehören, fertiggestellt. Im April sind die letzten Mieter eingezogen. Die Preise liegen zwischen 7,50 Euro und 8,50 Euro Netto-Kaltmiete je Quadratmeter.

OZ-Bild

Die Wohnungsbaugenossenschaft Volkswerft hat knapp 14,5 Millionen Euro in die neuen Häuser in der Majakowski- und der Bertolt-Brecht-Straße investiert. Im April sind die letzten Mieter eingezogen. Die Preise liegen zwischen 7,50 Euro und 8,50 Euro Netto-Kaltmiete je Quadratmeter.

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„Alle Wohnungen mit einer Gesamtfläche von 6500 Quadratmetern sind vermietet. Das freut uns sehr. Der Andrang war groß. Es lagen sogar etwa doppelt so viele Anträge vor, wie Wohnungen vorhanden waren“, sagt Heike Mau vom Vorstand der Genossenschaft. Es sei eine „große Herausforderung“ gewesen, „alle mit ins Boot zu holen“, sagt sie rückblickend. Denn bevor das Großprojekt in Angriff genommen werden konnte, mussten zwei alte Blöcke mit 65 Wohneinheiten abgerissen werden. Das stieß nicht bei allen der vorwiegend ältereren Mietern auf Gegenliebe. Neue Wohnungen oder Zwischenlösungen mussten gefunden werden. Aus- und Umzüge waren zu organisieren.

Und auch das Bauamt der Hansestadt sei am Anfang nicht so begeistert gewesen von den Neubauplänen, schildert Vorstand Dirk Puchert. Schließlich durchbreche die neue Architektur die bisherige Bauweise aus den 1950er-/60er-Jahren deutlich. „Aber alle die heute sehen, was in dem Quartier entstanden ist, finden es gut“, sagt Heike Mau.

Und da schließen sich die Mieter gern an. „Ich bin überglücklich“, sagt Petra Brandt (80), deren Verbundenheit mit der Genossenschaft bis ins Jahr 1956 zurückreicht. Ihr Vater war sogar das allererste Mitglied der damaligen AWG Volkswerft. Und auch ihr inzwischen verstorbener Mann hat auf der Werft gearbeitet.

Für die Stralsunder Betriebswirtin, die zuvor bereits in der Majakowskistraße gewohnt hat, stand fest, dass sie auch nach dem Neubau unbedingt zurück wollte. Deshalb nahm sie eine Übergangswohnung in Kauf. „Ich war lange als Archivarin beim Industrie- und Hafenbaukombinat tätig. Dadurch konnte ich die Baupläne und die Grundrisse lesen“, erzählt die Seniorin lachend. So habe sie von Anfang an den Bau mitverfolgt und ihre Familie immer mit Informationen auf dem Laufenden gehalten. Stolz zeigt sie, wie sie ihre Zweiraumwohnung in der Nr. 10 eingerichtet hat. Sie genieße die Fußbodenheizung und den Fahrstuhl, den sie nicht missen möchte. Auf dem Balkon blüht es schon.

Wie in einem kleinen Garten sieht es auch auf dem Balkon ihrer Nachbarin in der obersten Etage aus. Dort wohnt Heide-Rose Kosay (77) mit der Genossenschaftsmitgliedsnummer 655. Die frühere Finanzbuchhalterin, die 28 Jahre ökonomische Leiterin der Berufsschule der Volkswerft war, freut sich jeden Morgen beim Aufwachen, wie schön sie es hat. Der Blick reicht weit über die Dächer der Stadt bis zur Rügenbrücke. Im Februar 2015 ist sie von der Schwedenschanze, wo es zuletzt ziemlich laut im Haus gewesen sei, in ihr neues Heim gezogen.

Die Nähe zum Wasser ist es, die Brunhilde Tobias (70) und ihren Mann Burkhard (81) veranlasste, im Januar ihre Zweiraumwohnung in der Majakowskistraße 14 zu beziehen. „Alles ist sehr hell. Man schaut wunderbar ins Grüne, wir lieben den großen Balkon“, schwärmt die Frau, die ihrer Tochter in Kanada immer wieder erzählt, wie gut es sich in Stralsund lebt und wohnt.

Mieterfest

Zum Abschluss des Bauprojektes veranstaltet die Wohnungsbaugenossenschaft Volkswerft am 12. Mai von 14 bis 17 Uhr ein Mieterfest mit Kaffee, Kuchen und Gegrilltem. Dazu sind alle Bewohner der Majakowskistraße 10-12 und 14-16 sowie der Bertolt-Brecht-Straße 16 herzlich eingeladen.

Gedacht ist es als Willkommensfest und als Dankeschön für die Unannehmlichkeiten während der Bauphase.

Marlies Walther

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