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Stralsund 92 Hektar Naturerbe werden gefeiert
Vorpommern Stralsund 92 Hektar Naturerbe werden gefeiert
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00:00 10.06.2017
Günz

Der Kranichzug und die folgende Fotografenschar lässt zwar noch lange auf sich warten, zum bundesweit erstmalig ausgerufenen „Tag des nationalen Naturerbes“

öffnete sich gestern dennoch die Tür des Kranoramas. „Wir haben ja das ganze Jahr über Veranstaltungen und Führungen auf dem Plan, aber es ging noch nie gezielt um unser Naturerbe“, erklärt Anne Kettner, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Kranichinformationszentrums.

Und dieser erste Versuch ist geglückt, wie Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranichinformationszentrums berichtet. „Für uns war es ja außerdem die erste Vortragsveranstaltung im Kranorama. Da mussten ja erstmals Lichtverhältnisse und andere Dinge getestet werden. Aber ich bin begeistert. Wir hatten interessierte Gäste – Einheimische und Touristen – die ganz gezielt herkamen“, so ein zufriedener Dr.

Günter Nowald. Seit 2013 sind 92 Hektar um den Günzer See als Naturerbe anerkannt. Das Kranorama bietet seit Herbst 2015 optimale Bedingungen, die hier jährlich wiederkehrenden Kraniche zu beobachten. Durch das große Hinweisschild an der Straße sind auch die Urlauberinnen Juliane Lammers und Christel Huntgeburth auf das Kranorama aufmerksam geworden und abgebogen. Die beiden Radtouristen zeigten sich beeindruckt. „Das Gebäude ist gut in die Natur eingegliedert. Ich finde es gut, dass die Leute wieder an die Natur herangeführt werden“, meinte Juliane Lammers.

Das erste Mal zu Gast waren auch eher zufällig Ulrike Dangschat und Oliver Hoffmann aus Chemnitz, die sich einige Tage in Mecklenburg-Vorpommern umsahen. „Wir haben bereits einmal überraschend Kraniche an der Küste erleben dürfen und waren beeindruckt“, sagte Oliver Hoffmann. „Wenn dann ein Kranichinformationszentrum und das Kranorama auf unserem Weg liegen, mussten wir das natürlich mitnehmen.“

Einige Vogelinteressierte machten sich schon am frühen Morgen mit Thomas Heinicke vom Kranichinformationszentrum auf eine großzügige Wanderung um den Günzer See. „Wir wollten bei der Gelegenheit aufzeigen, was außer dem Kranich sonst noch so da ist. Viele Kleinvogelarten befinden sich jetzt in der Brutphase“, so Heinicke. „Ein Braunkehlchen, das sehr selten geworden ist, konnten wir beobachten, ebenso einen Neuntöter. Da man vieles akustisch identifiziert, haben wir auch einen Sprosser zu hören bekommen.“ Solch eine Wanderung ist natürlich nur außerhalb der Kranichzeit möglich, um die Glücksvögel nicht zu stören. Kleinere Gruppen an nichtbrütenden Kranichen sind allerdings auch zur Zeit noch entlang der vorpommerschen Boddenlandschaft zu finden. „Wir sind bestrebt, die Artenvielfalt weiter zu erhöhen“, erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Anne Kettner. „Unser Ziel ist es, die Fläche als Ruhezone für Rastvögel zu erhalten. Nicht nur für Kraniche und Gänse.“

Nist- und Fledermauskästen und sogar ein Horst für Störche wurden mit dem Kranorama errichtet.

Doch auch die Anzahl der Störche geht jährlich zurück und so bleibt auch die Stätte am Kranorama zumindest in diesem Jahr noch unbewohnt. In Zukunft wollen die Mitarbeiter des Kranichinformationszentrums das Gebiet des Naturerbes noch weiter bereichern. „Durch die Heckenpflanzung entlang des Weges soll die Artenvielfalt erhöht werden. Hier können viele Vogelarten brüten.

Viele Pflanzenarten und auch Amphibien lassen sich eher in den Gräben oder in feuchten Senken finden, als am See. Wir müssen also mehr Räume für Artenvielfalt schaffen“, berichtet Anne Kettner.

Wenke Büssow-Krämer

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