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Abschiebedrama: Polizei will Asylkind aus Kita holen

Franzburg/Grimmen Abschiebedrama: Polizei will Asylkind aus Kita holen

Weil die Asylbehörde des Landkreises Vorpommern-Rügen an die Eltern herankommen wollte, um eine Zwangsräumung durchzuführen, hat man die Kinder einer ukrainisch-russischen Familie in Franzburg und Grimmen mit der Polizei abholen lassen.

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Quelle: Stefan Sauer

Franzburg/Grimmen. Flüchtlingsdrama in Franzburg (Vorpommern-Rügen): Ein Pastor und eine SPD-Bundestagsabgeordnete sind empört, weil die Polizei Kinder einer ukrainisch-russischen Familie aus der Schule geholt hat, während die Eltern zum Deutschkurs in Stralsund waren. Die fünfjährige Tochter sollte im Auftrag der Asylbehörde des Landkreises sogar mit einem Streifenwagen aus der Kita abgeholt werden. Pastor Axel Prüfer nahm sie jedoch mit Vollmacht der Eltern in seine Obhut.

Familie soll vor Abschiebung noch umziehen

Verwaltungsmitarbeiter räumten derweil die Wohnung der Familie, die vor ihrer Abschiebung noch nach Barth umziehen soll. Ein Sprecher des Landkreises erklärte das harte Vorgehen so: „Die Familie, die seit 21. März 2017 ausreisepflichtig ist und im Moment nur eine Duldung hat, weil keine Reisepässe vorliegen, wusste, dass sie umziehen soll, weil der Mietvertrag zum 31. Januar auslief.“

„Die Kinder wurden benutzt, um Druck auf die Eltern aufzubauen“

Die Stralsunder Anwältin und SPD-Bundestagsabgeordnete Sonja Steffen wirft der Behörde vor, ihren Ermessensspielraum nicht ausgeschöpft zu haben. „Man hat den Eindruck, der Familie wird es so schwer wie möglich gemacht, damit sie irgendwann freiwillig ausreist. Die Kinder wurden benutzt, um Druck auf die Eltern aufzubauen“, sagte sie am Donnerstag. „Gegen den Umverteilungsbeschluss haben wir geklagt. Jetzt liegt der Fall beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald.“

Der Franzburger Pastor Axel Prüfer, der das Mädchen aus dem Kindergarten abgeholt hat, sagte: „Ich verstehe nicht, warum eine Familie aus ihrem Umfeld herausgerissen wird. Wir als Kirchengemeinde hatten angeboten, für ein Jahr die Miete zu übernehmen. Der Landkreis sollte nur die Betriebskosten für die Wohnung zahlen.“

Sommer Ines

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