Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Abschiedstränen kullerten
Vorpommern Stralsund Abschiedstränen kullerten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:35 24.03.2014

Zwei Wochen lang hatten sie ihr Lager in der Richtenberger Feldstraße aufgeschlagen 40 polnische und 30 deutsche Jugendliche, allesamt Teilnehmer der zweiten Jugendbegegnung dieses Sommers. Die Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 18 Jahren waren sowohl im Bettenhaus als auch in den Bungalows untergebracht.

Ein vielseitiges Programm wurde seitens der Betreuer der Jugendbildungsstätte und des Trägervereins vorbereitet. Viele Exkursionen gehörten dazu. Im Gespräch mit den polnischen Gästen erfuhren wir, dass sowohl der Besuch des Meeresmuseums als auch die Stippvisite im Vogelpark Marlow gut ankamen. „Wir haben sogar einmal in der echten Ostsee gebadet bei unserem Trip über den Darß sind wir in Wustrow in die Fluten gesprungen. Das war sehr lustig, denn wir kennen aus Polen keinen FKK-Strand“, erklärte uns Ela, eine polnische Betreuerin, während die anderen in Gelächter ausbrachen. Sie erinnern sich noch gut an den „Schock“, doch drei Leute haben sich sogar getraut, ihre Badehose auszuziehen.

Ein weiterer Höhepunkt war die Rügen-Rundfahrt, erzählen die 15- bis 18-Jährigen aus Großpolen. Da ging es nicht nur auf den Königsstuhl, sondern natürlich auch zu Klaus Störtebeker. Toll fand die Truppe auch, dass sie sonntags in der Richtenberger Kirche zur Messe gehen konnten.

Lagerfeuer und Grillabend haben den jungen Leuten ebenso gefallen. Sie besuchen in ihrer Heimat übrigens ein Lizeum und haben deshalb auch ein paar Deutschkenntnisse. Die sollten mit der Reise nach Richtenberg vertieft werden, was sicher bei den vielseitigen Kontakten mit den Gastgebern auch gelungen ist. Neben den deutschen Teilnehmern aus Barth, Ribnitz und Wismar schauten jeden Abend eine Menge Einheimische vorbei. Und dann hatte so mancher Schmetterlinge im Bauch. „Da kullern die Abschiedstränen wieder“, ist sich Ela ganz sicher.

Auch wenn Bartek, Waldek, Krysztof, Macej, Ania, Dominika und Agata schon ein bisschen Heimweh haben in Richtenberg hat es ihnen gut gefallen. „Es gibt Regeln, an die wir uns halten, dennoch war hier alles sehr locker. Und dafür möchten wir den Mitarbeitern hier danken“, dolmetschte Bartek. Besonders das reichhaltige Frühstück und der leckere Kuchen, der von den Mitarbeiterinnen der Jugendbildungsstätte selbst gebacken wurde, hatten es den Gästen angetan.

Das alles werden sie ebenso vermissen wie die deutschen Naschereien oder die Shopping-Tour durch Stralsund. Ob New Yorker, Orsay oder H & M, die Mädels um Dominika haben sich reichlich eingedeckt, schließlich gibt es in Polen weder diese Läden noch den Sommerschlussverkauf.

Im Gepäck gen Heimat waren gestern zur Abreise aber nicht nur Klamotten, sondern auch am Strand gesammelte Steine und deutsches Bier für den Papa. Eines werden die Jugendlichen jedoch nicht vermissen: das frühe Aufstehen. Täglich ging es um acht Uhr aus den Federn. Da wird nach den nächtlichen Strapazen der letzten zwei Wochen wohl erstmal Ausschlafen angesagt sein...



INES SOMMER

Die Ernte läuft auf den Feldern im Landkreis, aber die Preise fürs Getreide machen den Bauern in diesem Jahr zu schaffen. Nur beim Raps kann mit höheren Erlösen gerechnet werden.

24.03.2014

Nachwuchs von Technischem Hilfswerk und Feuerwehr testete sein Können

24.03.2014

Landsdorferin Liane Wolk las aus „Liebe, lebensgefährlich“

24.03.2014
Anzeige