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Stralsund Älteste Mühle des Landes soll wieder Flügel bekommen
Vorpommern Stralsund Älteste Mühle des Landes soll wieder Flügel bekommen
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01:00 09.05.2001
Steinhagen

Die Mühle sieht schon etwas traurig aus, wie sie nahe bei Steinhagen ohne Flügel dasteht. Doch nach dem gemeinsamen Willen von Gemeinde, Ökologischer Beschäftigungsinitiative (ÖBIK) und Besitzerin brechen bald neue Zeiten für sie an.

Im Jahre 1752 erbaut, soll die original Holländermühle die älteste ihrer Art in Norddeutschland sein. Im nächsten Jahr wird sie 250 Jahre alt. Das Jubiläum will Steinhagens Bürgermeister Dietmar Eifler nutzen, um künftig eine sanierte Mühle gemeinsam mit der Kirche und einer Göpelscheune in ein Steinhäger Tourismuskonzept einzubinden. Wie Eifler auf der letzten Sitzung vor Gemeindevertretern erläuterte, schwebe ihm ein Förderverein vor, der dieses Konzept begleitet.

Engen Kontakt zur Mühle hat die ÖBIK. Der Verein pachtete sie 1994 für 20 Jahre und versucht seither, das technische Denkmal zu erhalten. „Es liegt in unserem Interesse, das gute Stück für die Nachwelt zu retten, es einer Nutzung zuzuführen“, sagt Ingo Leppert, Geschäftsführer des Vereins. Dafür wurden bereits Förderprogramme angezapft. So etwa 1998, als 25 000 Mark aus dem Leader-II-Programm flossen, um neue Schindeln aufzubringen.

Das bevorstehende Jubiläum nahm die ÖBIK zum Anlass, noch mehr für die Windmühle zu tun. „Es wäre schön, gelänge es, das Mahlwerk in Gang zu bekommen“, sagt Leppert. Aber auch der Wiederaufbau von Mühlenflügel und Windrose, die beide Opfer von Stürmen wurden, wäre schon ein Erfolg. Dafür wollte die ÖBIK große Brötchen backen und suchte im letzten Jahr potenzielle Geldgeber in den Chefetagen großer Konzerne und Banken Fehlanzeige.

Erst die Deutsche Stiftung Denkmalschutz machte Mut, sich 2001 erneut um Fördermittel zu bewerben. Dort, wie auch bei Kreis und Land, seien Anträge gestellt, so Leppert. Kommen die beantragten Gelder zusammen, soll die Mühle ab 2002 saniert werden.

Besitzerin Ruth Neumann freut sich über die Aktivitäten, die rund um ihre Mühle ausbrechen. „Das hätte im Interesse meines Vaters gelegen, der seine Mühle stets als Denkmal erhalten wollte“, sagt die 68-Jährige. Sie alleine wäre nicht in der Lage, heutige Denkmalschutzauflagen zu erfüllen.



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