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AfD-Laack zu Haft auf Bewährung verurteilt

Stralsund AfD-Laack zu Haft auf Bewährung verurteilt

Staatsanwalt: „Das Urteil ist rechtskräftig“ / Wegen Fahrens ohne Führerschein ist er bereits bestraft worden

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AfD-Politiker   Matthias Laack

Stralsund. Dieser AfD-Politiker hat keine weiße Weste: Matthias Laack ist erst vor rund zwei Jahren zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Oberstaatsanwalt Dr. Sascha Ott auf Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG: „Der Bewerber für das Mandat eines Landtagsabgeordneten wurde im Dezember 2014 wegen Insolvenzstraftaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.“

Ott bestätigte damit ein Verfahren, über das die Onlineausgabe der Bild-Zeitung gestern zuerst berichtet hatte.

Dem Medienbericht zufolge ist Laack bereits des Öfteren mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die Liste der Vorwürfe, die bis zum Jahr 2003 zurückreichen, sei lang: Hausfriedensbruch, Stromklau, Unterschlagung von Krankenkassenbeiträgen, Diebstahl. Laack wehrt die Vorwürfe allesamt ab. Sie seien zum Teil von „einem früheren SED-Funktionär erfunden worden“. Eine Mafia aus DDR-Seilschaften wolle ihn fertig machen. Das Urteil aus dem Jahr 2014 wegen der Insolvenzstraftaten erkenne er nicht an, poltert der 67-Jährige. „Ich bin zu Unrecht verurteilt worden.“

Matthias Laack ist seit den Kommunalwahlen 2014 auch Mitglied der Bürgerschaft. Bei der Landtagswahl verpasste er den Einzug in das Schweriner Schloss um 56 Stimmen. Die Wahl gewann CDU-Politikerin Ann Christin von Allwörden.

In Stralsund hat der frühere Kapitän seit 2006 auch als unbelehrbarer Falschparker Berühmtheit erlangt, der viele Knöllchen kassierte, aber keins davon bezahlte. Der Stadtvertreter stellte seinen VW Polo regelmäßig ohne Parkschein auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz mit Parkscheinautomat ab. Er habe schließlich eine Anwohnerparkkarte für diesen Bereich der Altstadt gekauft, lautete seine Begründung.

Die Sache spitzte sich derart zu, dass die Stadtverwaltung ihn zur medizinisch-psychologischen Untersuchung vorlud. Schließlich wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen. 2008 ist Laack eigenen Angaben zufolge dann wegen Fahrens ohne Führerschein für zweieinhalb Monate in den Knast gewandert.

bfi

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