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Afrikanische Trommeln lockten in den Eulenhof

Krummenhagen Afrikanische Trommeln lockten in den Eulenhof

Ob Kinderzirkus, Töpferei oder Musik aus dem Eulenhof die ÖBIK hatte zu ihrem zehnten Geburtstag am Sonnabend ein buntes Angebot für die Gäste parat. Und auch von Visionen war zu hören.

Krummenhagen. „Das ist ein Kinderzirkus und kein Mamazirkus“, entrüstete sich ein Steppke, der zusammen mit zahlreichen Kindern im Kreis vor der Manege des Mitspielcircus Tutti saß und die Vorstellung elternfrei genießen wollte. „Gleich geht es los“, beruhigte der Direktor die harrenden Großen und Kleinen auf dem Areal des ehemaligen Pferdestalls der ÖBIK.

Am Vormittag hatten die Urkrummenhäger Gründungsmitglieder um Burkhard Steinfurt und Egbert Zietz mit geladenen Gästen aus Verwaltung und Politik festlich die zehn Jahre „Ökologische Beschäftigungsinitiative Krummenhagen“ (ÖBIK) Revue passieren lassen. 1991 hatte sich eine Handvoll Visionisten in das Abenteuer gestürzt. Alte, dem Verfall preisgegebene Häuser wurden mit Hilfe vieler ABM- oder SAM-Mitarbeiter restauriert. Entstanden ist ein ökologisch einzigartiges Dorf, dessen Einrichtungen nach Wegfall der meisten ABM-Stellen in vielen Bereichen allerdings einen schweren Stand hatten. Der tolle Pferdestall steht leer, der Ökoladen ist eingegangen. Dazu fielen das ehemalige Vereinshaus, die alte Krummenhagener Schule sowie der Eulenhof in der Nacht vom 5. zum 6. Juni 2000 einem Feuer zum Opfer.

Ein Jahr später konnten die offiziellen Feierlichkeiten im perfekt wieder aufgebauten Eulenhof begangen werden. Die „Ur-ÖBIK-er“ Zietz und Watzke haben mit ihren Lehmbaufirmen den Mittelpunkt wieder hergestellt und ein neues Seminar- und Tagungsgebäude unter der Leitung von Ingo Leppert errichtet.

Die meisten ökologischen Projekte wie der Bereich Lehmbau, die Keramikschiene, der Ökobauer Wilhelm und vieles mehr sind inzwischen selbstständig und müssen sich am Markt allein behaupten. Jetzt, so die übereinstimmende Meinung, müsse man neue Visionen aufbauen, um die ÖBIK fortzuführen. Mit dem Eulenhof ist ein Haus entstanden, das der Ausgangspunkt für den Start in die Zukunft sein könnte...

Nach der faszinierenden Zirkusvorstellung erstürmten am Nachmittag viele Gäste das Gelände des Eulenhofes. Kinder bemalten Steine oder töpferten nach der Anleitung von Ulrike Steinfurth an einer riesigen Scheibe ihre ersten Vasen oder Gefäße. „Erst komm' ich, dann er und dann du“, regelten die Kleinen forsch untereinander die Reihenfolge. Der selbst gebackene Kuchen war übrigens auch im Handumdrehen weg.

In den späten Nachmittagsstunden drangen aus dem Eulenhof afrikanische Trommelrhythmen nach außen. Die Leute stürmten ins Haus, gruppierten sich um Künstler Thomas Reich aus Müggenwalde und seine afrikanischen Gäste. Eine von der Decke herabhängende, große runde Metallscheibe wurde von Reich und seinen Kollegen mit den unterschiedlichsten Schlagstöcken bearbeitet. Dieses Ereignis diesmal im Gegensatz zu den Vorjahren nicht als Fest angelegt bestach durch seine Spontaneität und kam bei den Besuchern des 10. ÖBIK-Geburtstages gut an.



BIRGIT SCHNIBBEN

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