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Stralsund Ahrenshoop ist um viele Kunstwerke reicher
Vorpommern Stralsund Ahrenshoop ist um viele Kunstwerke reicher
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00:01 30.04.2016

Der Förderverein Ahrenshoop hat sich aufgelöst. Grund: Das Vereinsziel, nämlich die Wahrung des Erbes der Künstlerkolonie, wurde im Wesentlichen erreicht, wie der Vorsitzende Andreas Wegscheider sagte. In den zurückliegenden 25 Jahren hat der Förderkreis auch eine beachtliche Sammlung von Kunstwerken, Zeichnungen und Büchern zusammengetragen. Dieser „Schatz“, der immerhin 142 Stücke umfasst, wurde am Donnerstagabend ganz offiziell der Kommune übertragen. Die Bilder werden im Depot des Kunstmuseums Ahrenshoop aufbewahrt und werden in dem Haus auch gezeigt. Bürgermeister Hans Götze (Einzelbewerber) unterzeichnete ein Übertragungsprotokoll.

Verein bewahrte Erbe

142Bilder, Zeichnungen und Bücher hat der Förderkreis der Kommune übertragen.

1990 wurde der Förderkreis gegründet. Ziel war die Pfleges des Erbes von Ahrenshoop als norddeutsche Künstlerkolonie.

Förderung und Pflege des Erbes von Ahrenshoop war laut Satzung des Förderkreises das Vereinsziel. Dazu gehörte auch die Schaffung neuer kultureller Zentren, wie dem Kunstkaten Ahrenshoop, wie Wegscheider bei seiner „Abschiedsrede“ vor den Vereinsmitgliedern gesagt hatte. Die Künstlerkolonie sei auch durch verschiedene Ausstellungen von Teilen der Sammlung des Förderkreises ins Bewusstsein der Menschen gerückt worden, so der Vorsitzende, selbst Gemeindevertreter für den Förderkreis, vor dem Gremium. Wegscheider betonte, „der Förderkreis hat seine Ziele erreicht“. Jetzt, hieß es während der Mitgliederversammlung zur Auflösung des Fördervereins, bleibe nur noch, die Entwicklung Ahrenshoops zu begleiten. Die Aufgaben „des neuen Förderkreis Ahrenshoop sehe ich in erster Linie darin, über eine Wählergruppe weiter in der Kommunalpolitik mitzuwirken“. Derzeit ist der Förderkreis mit zwei Sitzen in der Ahrenshooper Gemeindevertretung präsent.

So erfolgreich der Förderkreis beim Sammeln von künstlerischen Dokumenten war — angefangen hat es mit einem Werk von Paul Müller-Kaempff für seinerzeit 8000 Mark —, eine Niederlage musste der Verein in Sachen Bewahrung des Ortsbildes einstecken: „Trotz langen Kampfes haben wir den überdimensionierten Neubau des Kurhauses nicht verhindern können“, gestand der Vorsitzende während der Mitgliederversammlung ein. Dennoch: Die Bilanz des 25-jährigen Wirkens fällt positiv aus. Dem Bürgermeister schrieb Wegscheider ins Stammbuch, den ursprünglichen Gedanken des Förderkreises weiterhin zu pflegen. Vor allem warb er darum, dass Werke der Sammlung auch künftig in Ausstellungen in anderen Orten zu sehen sein werden.

Dass die Sammlung bei der Kommune gut aufgehoben ist, daran ließ Wegscheider keinen Zweifel. Erstens sollte die nach Vereinsauflösung der Kommune zufallen, zweitens dürfe Ahrenshoop laut Satzung Kunst nicht verkaufen.

Von Timo Richter

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