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Stralsund Alles, was zu Männern und Fußball wichtig ist
Vorpommern Stralsund Alles, was zu Männern und Fußball wichtig ist
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00:00 24.06.2016
Mit Chiaretta Schörnig und Frederike Duggen gehören auch zwei Frauen zum Ensemble von „Männer, Männer, Männer“. Quelle: Vincent Leifer

Franz Wittenbrink hat es 1997 mit seinem szenischen Liederabend „Männer“ vorgemacht, wie man das Publikum scharenweise ins Theater lockt.

Angelehnt an Wittenbrinks Idee, mit populärer Musik und passenden Klischees ein Thema gekonnt unters Volk zu bringen, lädt das Theater Vorpommern am Sonntag, 18 Uhr, auf die Hinterbühne des Großen Hauses zur Premiere von „Männer, Männer, Männer“ ein. Wie bei Wittenbrinks Vorlage spielt der sportliche Liederabend ebenfalls auf dem Fußballplatz, gewissermaßen passend zum gegenwärtigen Fußball-EM-Fieber. „Es geht um Fußball und auch nicht um Fußball, sagt Regisseur André Rößler. „Hier finden sich Fans genauso wieder wie Nichtfans“, ergänzt Felix Meusel, der gemeinsam mit vier Schauspielkollegen und zwei Kolleginnen sicher ist: „Das wird ein äußerst interessanter Abend.“

Schon bei der Vorbereitung ist die Truppe ungewöhnliche Wege gegangen. „Wir haben gewissermaßen ein Ideenpotpourri in einen Topf geworfen und geschaut, welche der Lieder zum Thema die Schauspieler gerne singen möchten“, lässt Rößler durchblicken. Dann erst hat man gemeinsam die Episoden entwickelt. Für die musikalische Umsetzung sorgte in bewährter Weise Sebastian Undisz. Es wird in der Tat musikalisch vielfältig, will man Klischees zu Männern, Frauen, Fans und Fußball so umsetzen, dass kein Auge trocken bleibt. Klar, dass dann auch Grönemeyers „Männer“ ebenso dazu gehören wie Falcos „Egoist“. Musik von Queen steuert das Pathos bei, Jaques Brel die Melancholie. Das alles zu drei Vierteln auf Deutsch gesungen, der Rest in Englisch.

Auf der engen Hinterbühne ist das Publikum gewissermaßen hautnah dabei, wenn die Akteure aus einer Tombola Glückskekse ziehen, mit Fußball-Stilblüten, die legendär sind. Felix Meusel erinnert da an Andy Möllers berühmten Satz auf die Frage, wo er in Zukunft spielen werde: „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“.

Klar ist, dass die Schauspieler die Gelegenheit nutzen, ihre Gedanken dazu frei zu improvisieren. „Da es im Ensemble Fußballfans und Fußballhasser gibt, kann das eben immer in die eine oder andere Richtung gehen“, sagt Rößler. „Da sollte auch im Publikum jeder etwas für sich selbst wiederfinden.“

In Stralsund gibt es bis 20. Juli sieben Aufführungen auf der Hinterbühne des Theaters. Danach zieht „Männer, Männer, Männer“ nach Greifswald weiter. Premiere ist dort am 24. Juli. Nach sieben Aufführungen fällt am 6. August der letzte Vorhang. „Männer, Männer, Männer“, szenischer Liederabend, Hinterbühne des Großen Hauses. Premiere: 26. Juni, 18 Uhr.

Jörg Mattern

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