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Stralsund Als Elfe vom Königsstuhl ins Nikolausbüro
Vorpommern Stralsund Als Elfe vom Königsstuhl ins Nikolausbüro
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00:00 22.11.2016
Im zauberhaften Elfenkostüm nimmt Luisa Schubert in dem im Nordischen Hof festlich geschmückten Nikolausbüro in der Sassnitzer Altstadt die vom Inselnachwuchs abgegebenen Stiefel entgegen. FOTO: UDO BURWITZ

. Überraschung für den Nachwuchs: In Sassnitz darf der sich in diesem Jahr schon vor dem 6. Dezember, dem Tag des heiligen Nikolaus von Myra, auf den Weißbärtigen freuen. Vorausgesetzt, die Mädchen und Jungen beteiligen sich an der von engagierten Hafenstädtern und Jasmundern initiierten Vorweihnachtsaktion für einen guten Zweck und geben ihre Stiefel in dem im Nordischen Hof in der Sassnitzer Altstadt eröffneten Nikolausbüro ab. „Bei uns kommt der Nikolaus früher“, kündigt Luisa Schubert an.

Stiefelabgabe

Das Nikolausbüro im Nordischen Hof in der Sassnitzer Altstadt hat

täglich bis einschließlich 2. Dezember von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

Ein Kinderprogramm mit Lampionbasteln, Stockbrot und Kinderkino wird von den Initiatoren der Aktion zum Altstadt-Weihnachtsmarkt vom 25. bis 27. des Monats veranstaltet.

Die 18-Jährige unterstützt die Aktion. Die beschert Luisa Schubert nicht nur einen „Zweitjob“, sondern beflügelt sie augenscheinlich. In einem Elfenkostüm thront sie im Nordischen Hof auf einem großen Sessel und nimmt vom Nachwuchs Stiefel und Spielzeug entgegen. „Die Idee finde ich toll“, schwärmt sie. „Unsere Aktion ist kein Nikolauskonsum-Ding, sondern eine, die mit der Realität geerdet ist“, sagt Mitinitiator Peter Lehmann, der im Nationalparkzentrum am Königsstuhl arbeitet. Längst nicht alle Familien auf der Insel und im Landkreis hätten es so üppig, dass sie ihren Nachwuchs reich beschenken können. „Die bedürftigen Kinder wollen wir überraschen.“

Die Idee dafür ist simpel: Bereits das dritte Jahr in Folge haben die Aktivisten der Aktion – „eine Art Bürgerinitiative, ein Netzwerk, dem 35 bis 40 Leute angehören“, so Lehmann – ein Nikolausbüro in Sassnitz eröffnet, diesmal im Nordischen Hof in der Altstadt. Dort können die Mädchen und Jungen nicht nur einen Stiefel abgeben, „sondern den Nikolaus auch unterstützen“, erklärt er das Wie. „Wir rufen den Nachwuchs dazu auf, ein Spielzeug, von dem er sich trennen kann und möchte, mit abzugeben. Diese Spenden übergeben wir dann dem Kreisverband Rügen- Stralsund, der sie als Geschenke an bedürftige Kinder auf der Insel und im Landkreis verteilt.“ Zur Belohnung werden die jungen Spender vom Nikolaus beschenkt. Sie bekommen ihre Stiefel zurück – gefüllt mit süßen und nützlichen Überraschungen. Dafür sorgen die engagierten Netzwerker.

Luisa Schubert weiß schon ganz genau, dass sich die jungen Teilnehmer der Aktion nicht bis zum 6. Dezember gedulden müssen. „Der Nikolaus kommt höchstpersönlich schon am 3. des kommenden Monats nach Sassnitz.“ Mit einem verschmitzten Lächeln und einem Augenzwinkern führt sie die Begründung an: „Das ist dem Klimawandel geschuldet. Die Früchte an Schokoladen- und Mandarinenbäumchen werden dadurch ja immer früher reif.“ Ganz ohne „so viel Heimlichkeit“ tippt sie auf den Kalender. Der verrät: Der Nikolaustag fällt in diesem Jahr auf einen Wochentag. Der 6. Dezember ist ein Dienstag. Für die Mitstreiter der Aktion ein ganz normaler Arbeitstag. Und der Job, mit dem sie ihr Geld verdienen, hat nun mal Vorrang vor dem „Zweitjob“ als Nikolausbüro-Mitarbeiter, der im Ehrenamt und in der Freizeit ausgeübt wird. Selbst der Weißbärtige scheint dem Respekt zu zollen und hat seinen Terminplan danach ausgerichtet und sein Kommen als krönenden Abschluss der Vorweihnachtsaktion für einen guten Zweck auf einen arbeitsfreien Sonnabend, dem 3. Dezember, vorverlegt. „Ich brauche noch deinen Namen, das Alter und die Adresse.“ Luisa Schubert nimmt im festlich geschmückten Nordischen Hof den nächsten Stiefel entgegen, notiert die Daten und gibt für den Stiefel eine Nummer aus. Bis zum Vorabend der Nikolausankunft hat die 18-Jährige in dessen Büro in der Altstadt alle Hände voll zu tun. „Das macht unheimlich Spaß. Ich war sofort begeistert, als ich von der Aktion gehört habe“, räumt die 18-Jährige ein: „Dabei bin ich gar keine Insulanerin.“ Luisa Schubert ist im schleswig-holsteinischen Elmshorn zu Hause. Rügen wurde zur Wahlheimat auf Zeit. Seit Anfang September absolviert sie ein freiwilliges Jahr im Nationalparkzentrum am Königsstuhl.

Udo Burwitz

OZ

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