Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Altefähr will 2014 Seebad werden
Vorpommern Stralsund Altefähr will 2014 Seebad werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:32 09.09.2013

Die Altefährer wollen mitspielen in der Liga von Binz, Sellin, Göhren oder Hiddensee und ihrem Ortsnamen künftig das Wort Seebad voranstellen. Dafür braucht der Ort aber staatlichen Segen. „Wir haben den entsprechenden Antrag gestellt“, sagt Bürgermeister Ingulf Donig (SPD).

Der konnte schon eine Bewertungskommission in seiner Gemeinde begrüßen. „Die haben uns gute Chancen prophezeit, dass es mit dem Titel etwas werden kann“, gibt das Gemeindeoberhaupt das Ergebnis des Treffens wieder. „Bedingung ist, dass wir unseren Strand saniert haben“, sagt Donig und blickt auf den kommenden Herbst. „Dann wollen wir das Projekt endlich in Angriff nehmen.“ Einen Strand für zwei Millionen Euro will die Gemeinde, die 200 000 Euro eigenes Geld aufbringen muss, dann im nächsten Frühjahr ihren Gästen anbieten können.

Für den Strand soll ein etwa 45 000 Quadratmeter großes Areal rechts neben dem Hafen hergerichtet werden. Bevor die unzähligen Tonnen Strandsand aufgeschüttet werden können, muss die marode Spundwand gesichert sein.

An der insgesamt etwa 650 Meter langen Wand wird im ersten Abschnitt vom Hafen aus ein Wall aus Wasserbausteinen errichtet, der den Uferbereich schützt. Oben drauf kommt ein 1,80 Meter breiter Holzsteg zum Sonnenbaden. In diesem Bereich soll dann eine 16 Meter lange Rampe für einen barrierefreien Zugang zum Wasser gebaut werden. Am Ende des Walls sehen die Pläne den Bau von zwei 50 Meter langen Buhnen im Abstand von ebenfalls 50 Metern vor. Die Spundwand wird dazwischen unterhalb der Wasserlinie abgebrannt und dieser Bereich dann mit Strandsand aufgespült.

Liegestühle, Bänke und ein Grillplatz komplettieren das Vorhaben. „Und wichtig: ein Rettungsturm“, sagt Ingulf Donig. Um diesen während der Saison zu besetzen, sei die Gemeinde mit der DLRG-Ortsgruppe Samtens im Gespräch.

1993 hatten sich die Altefährer, deren Ort in den Goldenen Zwanzigern auf Postkarten als „Ostseebad“ angepriesen wurde, erstmals um einen Titel beworben — um den eines staatlich anerkannten Erholungsortes. „Wir sind durchgefallen, weil wir fast nichts zu bieten hatten“, sagt Donig. Zum Segen wurde schließlich das Städtebauförderprogramm, in das die Gemeinde 2002 aufgenommen wurde.

„Schandflecke sind verschwunden, Straßen saniert“, zieht Ingulf Donig Bilanz.

Sieben Seebäder gibt es derzeit auf Rügen und Hiddensee. Im Einzelnen handelt es sich dabei um Binz, Sellin, Baabe, Göhren, Thiessow, Breege-Juliusruh sowie die Insel Hiddensee. Dazu kommen noch zehn staatlich anerkannte Erholungsorte: Lancken-Granitz, Middelhagen, Gager, Sassnitz, Dranske, Putgarten, Glowe, Lohme, Putbus und Wiek.

cmh

Freizeitsport — Zweimal in der Woche bietet der TSV 1860 Kinderturnen an. Montags treffen sich die Knirpse von 16 bis 17 Uhr in der Sporthalle der Schill-Schule in Grünhufe.

09.09.2013

Kartpokal-Lauf bei strömendem Regen.

09.09.2013

Die Jugendfeuerwehr in Richtenberg feiert 20. Jubiläum mit vielen Gästen.

09.09.2013
Anzeige