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Altenpleen setzt auf Schulsozialarbeit

Altenpleen Altenpleen setzt auf Schulsozialarbeit

Eltern und Amt als Schulträger wollen das Angebot auch fürs nächste Schuljahr bereithalten /Finanzierung noch offen

Altenpleen. Sie ist Vertraute, wenn es in der Schule mal nicht so läuft, tröstet bei Liebeskummer und hört zu, wenn die Kinderseele mal etwas loswerden will:

 

OZ-Bild

Ob Friedens- botschafter oder Medifüchse, die Kinder sind mit Eifer dabei. Und auch gemeinsam mit der Schule kommen Projekte langsam in Fahrt. Pauline Opitz (29) Schulsozialarbeiterin in Altenpleen

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Pauline Opitz ist seit einem knappen Jahr Schulsozialarbeiterin an der Kranich-Grundschule in Altenpleen. Und sie möchte weitermachen. Doch das könnte ein Problem werden, denn die Förderung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) läuft im August aus...

Grundsätzlich haben sich Land und Kreis dazu bekannt, Mittel zur Verfügung zu stellen. Doch die Summe steht noch nicht fest, und so kann auch noch keiner sagen, wie hoch der Eigenanteil der Kommunen oder der Schulträger ist. „Wir wollen schon, dass die Schulsozialarbeit fortgeführt wird“, sagt Ines Materna-Braun. Die leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Altenpleen sieht es erst einmal als gutes Zeichen, dass sich das Land nicht ganz aus der Verantwortung stehlen will. Bereits im letzten Jahr hatte sich der Amtsausschuss mit dem Thema beschäftigt. Damals ging es noch darum, dass das Amt bei einer Weiterführung der Stelle alle Kosten hätte übernehmen müssen. Das lehnten die Gemeinden ab. Begründung: Schulsozialarbeit ist Landesaufgabe. Das jetzige Signal aus Schwerin könnte ein Kompromiss sein...

Und auch die Eltern stehen zur Schulsozialarbeit. „Meine Tochter macht in der Arbeitsgemeinschaft Spiel, Sport und Entspannung mit. Sie ist mit Eifer dabei und freut sich über die Abwechslung“, sagt Christin Willems aus Klausdorf gegenüber der OZ und findet, dass sich die Schüler ja auch mal vom Schulstress erholen müssen.

Geregelt wird die Schulsozialarbeit über eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Amt als Schulträger, der Schule und dem Storchennest-Verein, der die pädagogische Fachkraft unter seinen Fittichen hat und für Qualifikation und Weiterbildung sorgt.

Dass am 31. August Schluss sein könnte, möchte sich Pauline Opitz lieber nicht vorstellen. „Man hat jetzt alle kennengelernt, auch die Lehrer. Wir entwickeln langsam gemeinsame Projekte, wie zum Beispiel mit den Klassensprechern“, sagt die Stralsunderin und ergänzt:

„Eines meiner ersten Angebote war das Streitschlichter-Projekt. Aber das klingt so trocken, deshalb heißen die in Altenpleen kleine Friedensbotschafter. Die Kinder sind mit Eifer dabei. Das freut mich natürlich und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Sie gehe davon aus, dass man ungefähr ein Jahr braucht, bis alles läuft. Wenn man die Kontakte zu Lehrern und Eltern habe, sei das schon die halbe Miete, so die junge Frau im Gespräch mit unserer Zeitung.

Auch die AG Medifüchse erfreut sich großer Beliebtheit. Dabei geht es um die Sicherheit im Internet. Vorbereitet wird zurzeit das Mittelalter-Projekt, das am 18. Juli auf dem Sportplatz und der Festwiese stattfinden soll.

Doch es sind auch oft die vielen kleinen und nicht messbaren Dinge, die ein Schulsozialarbeiter leistet. „Manch einer braucht Rat, wenn zum Beispiel die beste Freundin auch mit einem anderen Mädchen spielt. Ja, diese Konkurrenz unter Mädchen geht in der Grundschule los. Und da können wir hier rechtzeitig einwirken“, so die 29-Jährige und betont, dass es in anderen Fällen reicht, einfach da zu sein, zu begleiten. „Da wollen sich die Kinder auch mal was von der Seele reden. Ich hatte da einen Fall, wo es zu Hause eine schwere Krankheit zu bewältigen galt und das Kind Trost suchte.“

Ines Sommer

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