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Stralsund Am Advent genascht
Vorpommern Stralsund Am Advent genascht
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00:01 28.11.2016

. Gleich soll es losgehen. In der Küche des Kreativraumes am Klostergarten gestehen Martina Hämmerling und Renate Granzow, dass sie gerade ein wenig im Stress sind. Auf dem Herd brodelt selbstgemachte Vanillesauce im großen Topf und will in Thermoskannen abgefüllt werden. Ein Blech voller Äpfel dampft aus dem Ofen. „Vorsicht, heiß“, warnt Martina Hämmerling.

Die beiden Frauen bereiten die Bratäpfel vor, rund 200 Früchte aus den Gärten der Mitglieder des Vereins zur Förderung von Kultur, Historie und touristischer Entwicklung in Franzburg. Es sind vor allem roter und grüner Boskop, wegen des säuerlichen Aromas.

Draußen auf dem Grill erhalten die Bratäpfel im Alumantel dann das I-Tüpfelchen. Auch zuhause gibt es jetzt öfter Bratäpfel, mit Marzipan und Honig, die eine mag dazu einen Schuss Rum, die andere ein Stück Butter, verraten sie.

Zeit, die Schlosskirche mit den beheizten Bänken zu besuchen. Kaum noch ein Stehplatz zu bekommen, auch die Emporen sind besetzt, als Pastor Axel Prüfer das Fest offiziell eröffnet. Ein Ständchen für den Nikolaus, Heimlichkeit bei Kerzenschein und Fröhliche Weihnachten für alle zum Mitsingen – die Kitakinder stimmten mit Liedern und Gedichten auf den Advent ein. Marienchor Brandshagen, Blockflötenkreis und Katharina Kühne-Schnittler an der Orgel verwöhnten mit geistlicher Chor- und Instrumentalmusik aus vier Jahrhunderten.

Unterdessen hat sich Familie Himpel mit Bratäpfeln versorgt. Was der kleine Tim von Papa Andreas' Portion probieren durfte, gab die große Schwester Mia dem Vater löffelweise zurück. Die Franzburger kommen fast immer zum Bratapfelfest, nur letztes Jahr ging es nicht, da besuchten sie ein Musical. Umso erleichterter stellten sie fest: „Die sind immer noch lecker.“

13 Kuchen hat die Kirchengemeinde gebacken, passend zum 13. Bratapfelfest. Außerdem wartete der kleine, aber gut gefüllte Adventsmarkt mit warmen Socken und Weihnachtsdekoration, Keramik und Kerzen, schwedischen Spezialitäten, Bier und Eintopf auf. Bei der Tombola war jedes Los ein Gewinn, das freute auch die Großmama, die ihren Rollwagen schon halbvoll geladen hatte: „Ist alles für die Enkel“, lachte sie und huschte weiter.

Susanne Retzlaff

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