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Amtsausschuss bekennt sich zur Sozialarbeit in der Schule

Amtsausschuss bekennt sich zur Sozialarbeit in der Schule

Stelle an der Kranich-Grundschule wird bis 2018 finanziell abgesichert

Altenpleen. Die sechs Gemeinden des Amtsbereiches Altenpleen haben sich zur Weiterführung der Schulsozialarbeit an der Kranich-Grundschule bekannt. Auf der Amtsausschuss-Sitzung am Montagabend wurde die Stelle bis Ende 2018 finanziell abgesichert.

Durch den Landkreis (die OZ berichtete) wird die Schulsozialarbeit bis Ende 2017 gefördert, nachdem die Bundesgelder nur bis zum Sommer bereit gestellt wurden. Denn es handelt sich bei den jetzt in die Schlagzeilen geratenen Mitarbeitern um jene Stellen, die durch nicht verbrauchte Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket an Grundschulen eingerichtet wurden. Doch der Topf ist ausgeschöpft.

„Wir stehen nun vor der Frage, ob die Mitarbeiterin, die sich gerade mal eingearbeitet hat, nun wieder nach Hause geschickt werden soll. Oder ob wir auch das kommende Schuljahr absichern wollen“, sagte Amtsvorsteher und Prohner Bürgermeister Peter Messing (parteilos) in der Runde.

12500 Euro müssten dann für 2018 in den Haushaltsplan eingestellt werden. Denn das Land gibt für Vorpommern-Rügens Stellen 25 Prozent dazu, die 75 Prozent teilen sich dann Kreis und Schulträger. „Aber machen wir uns nichts vor. Selbst wenn wir uns gegen eine Weiterführung unserer Stelle entscheiden, tragen wir doch die anderen elf Stellen im Kreis mit – nämlich über die Kreisumlage“, so Peter Messing.

Kay Ahlmeyer, Gemeindevertreter aus Prohn und Lehrer an der dortigen Schule, setzte sich für die Schulsozialarbeit ein. „Gerade wenn es Probleme bei Schülern untereinander gibt, sind diese Mitarbeiter gefragt. Das können wir als Lehrer nicht alles leisten. Umso wichtiger ist diese Arbeit – jedenfalls sehe ich das an unserer Schule so. Und es ist wirklich traurig, dass wir hier nur immer in Jahresscheiben denken dürfen. Schlimm für die Mitarbeiter.“

„Wir brauchen eine gesetzliche Grundlage für die Schulsozialarbeit, die ist nämlich nirgendwo gegeben, und deshalb winden sich alle, Geld in die Hand zu nehmen“, so die leitende Verwaltungsbeamtin Ines Marterna-Braun. Der Klausdorfer CDU-Bürgermeister Thomas Reichenbach ergänzte: „Genau deshalb wollen wir alle Landtagsabgeordneten unserer Region an einen Tisch holen und das besprechen. Sie müssen sich dafür einsetzen, dass Schulsozialarbeit im Gesetz geregelt wird.“

Andreas Könning aus der Gemeinde Kramerhof ärgerte sich, dass die Gemeinden und auch der Amtsausschuss immer nur nachregulieren. „Es fehlt was, wir springen ein. Das sind strukturpolitisch falsche Entscheidungen, falsche Signale. Denn erst locken Fördermittel, und dann sollen wir jedes Mal einspringen.“ Groß Mohrdorfs Bürgermeister Bernd Kopmann (parteilos) befürchtete, dass das auch 2019 so weitergeht.

„Ich hab das erst auch so gesehen wie ihr. Aber dann kam so ein moralischer Druck. Und wenn wir das jetzt nicht machen, sind wir der Buhmann, das will ja auch keiner“, erklärte Peter Messing sein Umschwenken, mit dem er letztendlich die anderen überzeugte.

Mit sieben Ja-Stimmen wurde beschlossen, die Schulsozialarbeit an der Kranich-Schule in Altenpleen, die in fachlicher Obhut des Nieparser Storchennest-Vereins liegt, weiterzuführen. Drei Vertreter enthielten sich.

Ines Sommer

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