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Anerkennung für Dienste aus Nächstenliebe und Überzeugung

Stralsund Anerkennung für Dienste aus Nächstenliebe und Überzeugung

Rotary-Club Stralsund würdigt ehrenamtliches Engagement der Männer und Frauen, die im Nachbarschaftszentrum Grünhufe Hilfesuchenden die Hand reichen

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Rotary-Präsidentin Dr. Heidrun Schröder (l.) und der Vorsitzende der Rotary-Fördergesellschaft Peter Jensen überreichen Phillip Meinke, Philipp Becker, Maria Marschke, Maria Kottke und Rebecca Osei (v. l.) die Auszeichnung. Fotos (3): Wenke Büssow-Krämer

Stralsund. Elterncafé, Umsonstladen und unzählige Angebote für Kinder und Jugendliche sind nur wenige Beispiele dafür, was das Nachbarschaftszentrum des Kreisdiakonischen Werkes für den Stadtteil Grünhufe und über seine Grenzen hinaus leistet. Dafür sind regelmäßig 87 Ehrenamtliche im Einsatz. Da dieses Engagement gar nicht genug Würdigung finden kann, hat der Rotary-Club Stralsund entschieden, diese Arbeit mit dem Ehrenamtspreis zu würdigen.

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Rotary-Club Stralsund würdigt ehrenamtliches Engagement der Männer und Frauen, die im Nachbarschaftszentrum Grünhufe Hilfesuchenden die Hand reichen

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Peter Jensen, Vorsitzender der Fördergesellschaft der Stralsunder Rotarier: „Wir haben uns oft von dem Einsatz der Ehrenamtlichen überzeugen können und gesehen, wie sie das Nachbarschaftszentrum mit Leben erfüllen. Um für ein derartiges Engagement einen weiteren Anreiz zu schaffen, vergeben wir in regelmäßigen Abständen den Ehrenamtspreis.“ Der ist in diesem Jahr mit 3000 Euro dotiert.

Eine Anerkennung, über die sich vor allem der Leiter des Nachbarschaftszentrums Thomas Nitz für seine Mitstreiter freut. „Ich bedanke mich herzlich für den Preis, vor allem aber für die Aufmerksamkeit, die die Arbeit der Ehrenamtlichkeit dadurch erhält. Dieses Gesehenwerden ist motivierend und kraftspendend für die Arbeit“, betont Nitz. „Ehrenamt ist mehr, als eine Leistung zu erbringen. Es schafft Gemeinschaft und Orientierung.“

Diese Gemeinschaft zeigt sich dann beispielsweise in den Begegnungen beim Kaffeklatsch, in der Krabbelgruppe oder in den Sprachgruppen für Flüchtlinge. Sabine Hoyer ist im Nachbarschaftszentrum bereits seit fünf Jahren aktiv. „Es hat mir einfach gut getan. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man auch selbst mithelfen kann und dann ein Lächeln dafür sieht“, sagt die 60-Jährige, die sich im Café

um die Kinderbetreuung kümmert. „Ich hoffe, dass ich das auch noch lange Zeit machen kann.“

Viele ehrenamtliche Mitstreiter haben das Nachbarschaftszentrum ursprünglich als Gast oder Hilfesuchender kennengelernt. So wie Maria Kottke. „Damals habe ich für meinen Sohn eine Krabbelgruppe gesucht, nun bin ich beim Kaffeeklatsch aktiv und beschäftige dort die Babys und Kleinkinder“, berichtet die junge Frau. Ein typischer Werdegang, den Conny Gürgen von der Jugendkirche bestätigen kann. „Wir fangen bereits früh an, schon Jugendliche für ehrenamtliche Arbeit zu begeistern, indem wir sie mit kleinen Aufgaben betrauen“, sagt sie.

So blieb auch Phillip Meinke, der seit seinem 14. Lebensjahr hier zu finden ist. „Mittlerweile bin ich seit acht Jahren dabei und organisiere nun beispielsweise die sportlichen Aktivitäten und Turniere oder leite die Volleyballgruppe“, erzählt der 22-Jährige, der kurz vor seiner Prüfung zum Altenpfleger steht.

Einige widmen sich trotz ihrer Arbeit in ihrer Freizeit dieser Aufgabe, andere wollen hier sinnvoll die Zeit der Jobsuche überbrücken. So leitet die handwerklich begabte Maria Marschke hier die Strafstundler an und übernimmt selbst kleine Reparaturen, während sie auf Angebote in dieser Branche hofft. Rebecca Osei aus Ghana lenkt unterdessen täglich die Geschicke der Nähstube.

„Diese Arbeit steht sonst kaum im Blickpunkt der Öffentlichkeit, was sie aber viel mehr verdient hätte“, bekräftigt Rotary-Präsidentin Dr. Heidrun Schröder die Entscheidung, diesen vielen engagierten Menschen durch den Ehrenamtspreis Beachtung zu schenken.

Wenke Büssow-Krämer

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