Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Anwohner wenig erbaut vom Hundeplatz vor ihrem Balkon
Vorpommern Stralsund Anwohner wenig erbaut vom Hundeplatz vor ihrem Balkon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 23.11.2016

. Ortstermin im Dunkeln. Zum Thema Hundeauslaufplatz in Knieper West hatte die SPD-Fraktion am Montagabend auf das Gelände hinter dem Wohnblock an der Arnold-Zweig-Straße 84-89 eingeladen. Auch wenn wenig zu sehen war – eins wurde schnell klar: Wer von den Anwohnern dazu kam, hielt nicht viel von der Idee.

„Anwohner scheinen nur ungenügend einbezogen worden zu sein.“Heike Carstensen (SPD) Bürgerschaft

„Wir wollen das hier nicht“, betonte Eva Lüskow und schob gleich noch nach: „Zuviel Lärm und was ist mit dem Hundedreck?“ Zustimmendes Nicken aus der Runde. Früher gab’s hier einen Spielplatz. Da habe sich niemand drum gekümmert, bis alles kaputt war. Erst dann ebbte der Lärm ab, der zumeist in den Abendstunden störte.

Heike Bennant war mit ihrem kleinen Hund zum Termin gekommen. Auch sie will hier keinen Auslaufplatz für Vierbeiner, sondern Ruhe: „Für uns Alte gibt es hier gar nichts. Alle Bänke, die hier mal standen, wurden abmontiert.“

„Zu dicht an der Gartensparte Knieper West“, befand Waltraud Wyst. Die Rentnerin will mit ihrem Mann in Ruhe den gemeinsamen Garten genießen.

Geduldig hörten Dr. Heike Carstensen und Mathias Miseler den Anwohnern zu. Die Mitglieder der SPD-Bürgerschaftsfraktion wollten sich vor allem ein Stimmungsbild zu dem Vorhaben Hundeplatz verschaffen, das Stephan Bogusch, Abteilungsleiter Straßen und Stadtgrün, der Stadtverwaltung vor einer Woche im Ausschuss Familie, Sicherheit und Gleichstellung vorgestellt hatte (die OZ berichtete). Demnach soll auf dem Gelände hinter der Arnold-Zweig-Straße ein Areal über 5500 Quadratmeter abgeteilt und eingezäunt werden. Kosten: etwa 8000 Euro. Und der Standort sei unter anderem deswegen ausgesucht worden, weil in Knieper West mit 595 Vierbeinern die meisten Hunde in einem Stralsunder Stadtteil registriert sind.

Heike Carstensens Eindruck: „Zum Projekt scheinen Anwohner im Vorfeld nur ungenügend einbezogen worden zu sein.“ Die Kommunalpolitikerin fragt sich schon, ob der Platz, der allen Stralsundern und ihren vierbeinigen Lieblingen offen stehen soll, angenommen wird. „Nicht alles, was sich zunächst toll anhört, funktioniert dann auch so reibungslos“, resümierte Heike Carstensen unter anderem mit Blick auf die Parksituation in Knieper West. „Wo sollen denn hier die Autos parken?“ Wer den Platz nutzen will und aus einem anderen Stadtteil kommt, muss mobil sein. Dazu komme, dass die Finanzierung der 8000 Euro für die Einzäunung derzeit noch völlig offen sei.

Doch bevor sie sich eine abschließende Meinung zu dem Hundeplatz bildet, hätte Heike Carstensen gerne gewusst, ob es denn bei den Hundefreunden der Hansestadt tatsächlich einen Bedarf gibt und wie hoch der ist. Gemeinsam mit Mathias Miseler will sie dazu im sozialen Netzwerk Facebook eine Online-Umfrage starten.

Jörg Mattern

Mehr zum Thema
Fußball Wembley-Helden und Pechvögel - BVB gegen Bayern voller Brisanz

Beim Supercup bekam Carlo Ancelotti schon einmal einen Vorgeschmack auf die attraktivste Paarung der jüngsten Bundesliga-Vergangenheit. Es sind die Meister der vergangenen sieben Jahre - und packende Duelle gab es zuletzt reichlich.

18.11.2016

Höher, schneller, weiter - die Ära Winterkorn war bei VW eine Zeit, in der meist eitel Sonnenschein herrschte. Dann holte ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit den Autoriesen ein. Die im September 2015 ausgebrochene Abgas-Affäre ist noch lange nicht vorbei.

18.11.2016

Unternehmen beliefert Schulen, Kitas und Privatkunden / Aufträge auch aus Dubai / Fachkräfte fehlen

22.11.2016

Stralsund. Zum Ausklang des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit bleibt das Nachdenken darüber, wie sich ein großes Wort in Taten umsetzen lässt.

23.11.2016

„Es ist total spannend und macht den Kindern riesigen Spaß, zu verfolgen, was Piet erlebt.Katharina Wolter, Kita-Erzieherin

23.11.2016

Kita „Anne Frank“ sammelte vier Jahre lang Altpapier

23.11.2016
Anzeige