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Stralsund Arbeit an Puppenspiel mit Hai Michael
Vorpommern Stralsund Arbeit an Puppenspiel mit Hai Michael
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00:00 08.03.2013
Puppenspielerin Birgit Schuster (46) bei einer Aufführung ihres Stückes „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ im Stralsunder Brauhaus. Nächste Aufführung dort ist am 19. März um 17 Uhr. Quelle: Nicole Müller
Stralsund

Ein bisschen ist sie so wie Gepetto aus Pinocchio. Seit Jahrzehnten schnitzt und modelliert sie Figuren, die dann wundersamerweise zu leben anfangen.

Mit 13 Jahren hat Birgit Schuster mit dem Puppenspiel begonnen. „Damals wurde in Suhl ein Laientheater gegründet, und ich bin nicht mehr davon losgekommen“, erinnert sich die 46-Jährige. Ihre Leidenschaft erklärt sie so: „Ich habe mir schon immer gern Geschichten ausgedacht. Früh merkte ich, dass man damit auch Lösungen für Probleme finden kann.“ Mit ihrem Puppenspiel wolle sie diese Erfahrung weitergeben.

Im Stralsunder Brauhaus bei ihrer aktuellen Inszenierung „Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt“ sind besonders die Jungs vom roten Feuerwehrauto begeistert. Mit Werkzeug, Holz und Farbe hat Birgit Schuster es selbst gebaut. „Ich stelle mir etwas vor, probiere es. Und wenn das nicht klappt, hole ich mir Hilfe.“

Beleuchtung, Stimmenimitation, Stückeschreiberin — die gebürtige Suhlerin ist ein kleines Theater in einer Person. Viel habe sie in der in der Puppenspielsparte des Meininger Musenhauses gelernt.

Nach Differenzen mit der neuen künstlerischen Leitung suchte sie ihr Glück in Berlin und in der Freiberuflichkeit. „Das ist nicht einfach, weil man nie genau weiß, was kommt. Immer hofft man, weiter davon leben zu können“, stellt sie pragmatisch fest. Als die Zweifel groß waren, habe sie ein Lehramtsstudium begonnen. „Aber das war nicht, was ich wollte. Ich wollte Geschichten erzählen.“

Die Geburt der Tochter ändert dann noch einmal ihre Perspektive. 1999 schließt sie ein Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Medienwissenschaft ab. Aktuell bildet sie sich als Spieltherapeutin weiter und sagt: „Ich möchte, dass meine Stücke mehr als nur pure Unterhaltung sind.“

Mit thematischen Projekten regt sie Diskussionen an, setzt sich vor allem für den Naturschutz ein. Angeregt durch eine Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau auf Rügen entstand ihr erstes Kinderbuch von einem artgeschützten Vogel: „Crex, crex oder komm, wir zieh´n nach Rügen“. In Zusammenarbeit mit einem Stralsunder Filmteam hat Birgit Schuster 2011 viele Puppentrickfilme für das Ozeaneum gedreht, die das Meer und seine Bewohner vorstellen.

Aktuell arbeitet sie mit der Haischutzorganisation „Sharkproject“ zusammen. Geplant ist ein Stück, welches das allgemeine Bild von der Bestie zurechtrücken soll. „Im Fernsehen wird der Hai immer als brutaler Killer dargestellt. Dabei ist er ganz wichtig für das ökologische Gleichgewicht“, erklärt sie. Das Puppenspiel mit dem kleinen Hai Michel und seinem Freund, der Krabbe Fridolin, soll aber auch auf die Vermüllung der Meere aufmerksam machen. „Ich finde es wichtig, dass meine Stücke immer eine Möglichkeit zeigen, wie man die Dinge bessern und verändern kann“, meint die Puppenspielerin.

Nicole Müller

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