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Architekten stellen Ideen für neuen Fischmarkt vor

Stralsund Architekten stellen Ideen für neuen Fischmarkt vor

Der Platz am Hafen soll innerhalb der nächsten Jahre umgestaltet werden und für mehr Aufenthaltsqualität am Hafen sorgen

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Parken am Fischmarkt, das soll nicht ewig so bleiben. Erste Ideen zur Umgestaltung des Platzes wurden gestern vorgestellt.

Quelle: Foto: Stefan Sauer

Stralsund. Die Jahre als Parkplatz der Freifläche Fischmarkt/Ecke Wasser-/Semlowerstraße sind gezählt. Wann genau dort keine Autos mehr abgestellt werden sollen, dazu wollte sich Bauamts-Chef Ekkehard Wohlgemuth gestern nicht äußern. Aber Fakt ist, dass eine Umgestaltung der Fläche vorgesehen ist.

Aus diesem Grund hat die Hansestadt drei Landschaftsplanungsbüros beauftragt, Ideen zu erarbeiten und im Gestaltungsbeirat vorzustellen. Gestern wurde in dem Experten-Gremium, das Stralsund bei städtebaulichen Vorhaben berät, darüber erstmals diskutiert.

„Es handelt sich nicht um einen Wettbewerb“, stellte Wohlgemuth klar. Und man wolle auch keine Preisträger küren. Es gehe darum, Vorschläge zu hören, die dann „in den nächsten ein bis zwei Jahren“, so Wohlgemuth, in die weiteren Planungen einfließen können. Vor allem durch die Schließung weiterer Baulücken bestehe das Ziel darin, an dem Ort in unmittelbarer Hafennähe einen multifunktionalen Platz zu schaffen, der sowohl für Fußgänger die Verbindung zum Wasser erlebbar macht als auch Radfahrern die Möglichkeit gibt, ihr Rad abzustellen. Außerdem soll es bei bestimmten Veranstaltungen wie Hafenfesten oder den Wallensteintagen möglich sein, den Platz zur Nutzung mit einzubeziehen.

Julia Zakharova vom Schweriner Landschaftsarchitekturbüro BHF (Bendfeldt, Herrmann, Franke“ zeichnete das Bild eines „modernen Stadtplatzes an einem markanten atmosphärischen Standort“. Sie kann sich dort eine Spiellandlandschaft mit hydraulisch gesteuerten Bojen sowie Sitzelemente unter einer Baumreihe, in denen Fahrradbügel integriert sind, ein Wasserspiel und weitere Sitzmöglichkeiten aus Holz vorstellen – „einen Platz mit Gastronomie, der Gemütlichkeit ausstrahlt“.

Zu mehr Schlichtheit und Zurückhaltung bei der Stadtmöblierung rieten hingegen sowohl Lübecks ehemaliger Bausenator Volker Zahn als auch Hochschulprofessor Joachim Joedicke. „Jede Aufgeregtheit ist nicht zielführend“, sagte Zahn, der von einem Wasserspiel so nah am Wasser gar nichts hält.

Dem Wunsch des Beirates nach „eher weniger als zu viel“ kamen offenbar die Rostocker Landschaftsarchitekten Hannes Hamann und Andreas Webersinke schon näher. Hamanns „Quartiersplatz“ wäre über drei kleine Stufen erreichbar und würde im Detail an den historischen Zimmerplatz der Stadt mit viel Holz und Granit erinnern. Webersinke hat aus Dänemark eine außergewöhnliche Idee mitgebracht: eine Asphaltfläche, gestaltet als Fischernetz, in dem auch Fische schwimmen – in Form von thermobehandelten Zeichnungen. Man darf gespannt sein, was am Ende daraus wird.

Marlies Walther

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