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Asyl-Unterkunft: Container auf dem Dänholm haben ausgedient

Stralsund Asyl-Unterkunft: Container auf dem Dänholm haben ausgedient

Zum Jahresende läuft der Mietvertrag für die Gemeinschaftsunterkunft in der Rudenstraße ab / Asylsuchende ziehen in Gebäude der Ummanzer Straße um

Stralsund. Nach knapp 20 Jahren verschwinden die Container als Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende vom Dänholm. Wie der Landkreis auf OZ-Anfrage mitteilte, werden die auslaufenden Mietverträge für den Container-Trakt in der Rudenstraße nicht verlängert. „Das ist der Wunsch des Vermieters“, so Sprecher Olaf Manzke.

Allerdings werden auslaufende Verträge auch von Seiten des Kreises nicht verlängert. Wobei dies laut Manzke aufgrund sinkender Flüchtlingszahlen dort geschieht, wo die Infrastruktur ungünstig ist, also in entlegenenen Dörfern, weil die angespannte Hauhsaltslage zur rentablen Auslastung zwinge.

In den Gemeinschaftsunterkünften in der Rudenstraße und im Vilmer Weg (hier wird seit 2015 eine Einrichtung betrieben), sind laut Manzke derzeit zusammen 174 Personen untergebracht. Im November und Dezember vergangenen Jahres wurden hier insgesamt 340 Asylsuchende betreut. „Das ist die bisherige Höchstzahl an Bewohnern auf dem Dänholm. Eine Prognose für die weiteren Zuweisungszahlen im laufenden Jahr gibt es für unseren Landkreis derzeit noch nicht“, betont Manzke.

Die Container-Bewohner sollen aber auf dem Dänholm bleiben und ab 2017 in der Ummanzer Straße ein neues Domizil bekommen, wo derzeit das ehemalige Hauptzollamt renoviert wird. Das Gebäude gehört dem Bund und wird durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) verwaltet. „Da das Gebäude eine Bundesimmobilie ist, werden die Kosten für die Erstherrichtung für die neue Gemeinschaftsunterkunft von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben getragen“, so Manzke.

Nach jetzigem Stand wird das Gebäude jedoch bis zum Jahresbeginn noch nicht bezugsfertig sein. Allerdings bietet dann auch der Vilmer Weg noch ausreichend Kapazitäten, alle Asylsuchende aus den Containern aufzunehmen. „Offiziell haben hier 199 Personen Platz, im Notfall könnte bis auf 230 aufgestockt werden“, sagt Birgit Mielke, Leiterin der Gemeinschaftsunterkunft im Vilmer Weg.

Problem auf dem Dänholm: Es gibt rund um die Gemeinschaftsunterkunft kaum Integrationsmöglichkeiten. Birgit Mielke ist trotzdem eine Verfechterin dieser Wohnart und verteidigt den Standort. „In Gemeinschaftsunterkünften hat man einen viel besseren Zugang zu den Menschen als in ambulanter Betreuung, da wir einfach viel mehr mitbekommen. Aber abgesehen von der schönen Lage, spielt hier auch der Sicherheitsaspekt eine Rolle. Bisher hatten wir hier keine Übergriffe fremdenfeindlicher Art“, sagt Birgit Mielke und ist erleichtert. Schade sei es um den Standort Rudenstraße aber auch vor allem wegen des vorhandenen Spielplatzes, der den Kindern dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Familien sollten eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende nach zwei und Junggesellen nach vier Jahren verlassen. Eine weitere Gemeinschaftsunterkunft gibt es im Parkhotel in der Lindenallee in Viermorgen. Dort werden zurzeit 67 Asylsuchende betreut, 230 hätten Platz. In dezentraler Unterbringung, zu der auch das Haus am Rügendamm gehört, befinden sich in Stralsund aktuell 506 Menschen.

Wenke Büssow-Krämer

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Zum Jahresende läuft der Mietvertrag für die Gemeinschaftsunterkunft in der Rudenstraße auf dem Stralsunder Dänholm ab. Asylsuchende ziehen in ein Gebäude in der Ummanzer Straße um.

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