Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Stralsund Auf Kurs: Greifswald soll Stralsund unterstützen
Vorpommern Stralsund Auf Kurs: Greifswald soll Stralsund unterstützen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 19.04.2016

Stralsund möchte europäische Kulturhauptstadt 2025 werden. Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) hat Greifswalds Stadtoberhaupt Stefan Fassbinder (Grüne) bei dieser Bewerbung um Unterstützung gebeten, informiert Sprecherin Andrea Reimann. Die formale Bewerbung muss spätestens 2019 eingereicht werden. Konkurrenten sind bisher Dresden, Madeburg und die Monopolregion Nürnberg.

Der OB halte die Stralsunder Offerte für eine „spannende Idee“. Kulturamtsleiterin Annett Hauswald habe darum bereits am Auftaktworkshop im März in der Sundstadt teilgenommen. Allerdings sei schon die Bewerbung mit hohen Kosten verbunden, erinnert Reimann. Die Beteiligung Greifswalds könnte sich Fassbinder dann vorstellen, wenn dadurch die gesamte Region Vorpommern in den Vordergrund gerückt werde. Der Arbeitstitel der Sundstädter zielt in die Richtung: „Stralsund in Pommern“.

„Allein die Bewerbung macht Greifswald beziehungsweise Stralsund national und internationaler bekannter und das kann auch aus touristischer Sicht nur nützlich sein“, schätzt SPD-Fraktionschef Andreas Kerath ein.

Eine Unterstützung Stralsunds sei schon wegen des gemeinsamen Theaters geboten, finden Axel Hochschild (CDU) und Thomas Meyer (Bürgerliste). Der Musentempel sei geradezu prädestiniert, hier eine wichtige Rolle zu spielen. „Wir sollten Stralsund geistig und logistisch unterstützen“, sagt der Christdemokrat. „Unsere Städte sind das Oberzentrum Vorpommerns.“

Alexander Krüger, Fraktionsvorsitzender der Grünen, unterstützt die Position des Oberbürgermeisters. Die Region müsse eingebunden werden, sodass die ganze Region profitieren würde.

Er hoffe, dass die Unterstützung Stralsunds nicht durch unnötiges Konkurrenzdenken verhindert werde, meint Frank Hardtke (Kompetenz für Vorpommern). So sei im letzten Jahr von Einzelnen gefordert worden, zum Ende der Schwedenzeit 1815 „in Konkurrenz zu Stralsund eigene Veranstaltungen in Greifswald zu machen“, nennt er als Beispiel.

Nikolaus Kramer (Alternative für Deutschland) sieht indessen eine Gefahr, dass Stralsund Greifswald „immer mehr den Rang abläuft. Das wäre schade, unnötig und verhinderbar.“ Ideell solle man die Nachbarstadt unterstützen. Eigenes Geld für die Bewerbung in die Hand zu nehmen, lehnt Kramer ab. Das sollte je nach Haushaltsmöglichkeiten Greifswalder Projekten zugute kommen.

Für den Kulturpolitiker der Linken, Peter Multhauf, ist die Unterstützung Stralsunds keine Frage. Das Geldargument kann er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht nachvollziehen.

Das polnische Stettin (Szczecin) habe man bei seiner letztlich vergeblichen Bewerbung um die europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2016 auch unterstützt, ohne dass das Ganze Greifswald irgend etwas gekostet habe.

Die alte pommersche Hauptstadt Stettin schied allerdings 2010 schon in einer ersten Runde mit fünf weiteren Bewerbern aus. Breslau (Wroclaw) setzte sich gegen die vier verbliebenen Konkurrenten durch und ist in diesem Jahr Europas Kulturhauptstadt. Greifswald und andere Orte in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hatten Stettin unterstützt und eigene Vorstellungen entwickelt, um als eine Mit-Kulturhauptstadt für unsere Region zu werben.

Von Eckhard Oberdörfer

In Stralsund wurden am Wochenende mehrere betrunkene Verkehrsteilnehmer von der Polizei gestoppt.

19.04.2016

Präsentation vor Eltern und Pädagogen

19.04.2016

Lieven Kennes (32) ist seit März Professor an der FH im Bereich Wirtschaft. Seine große Leidenschaft ist die Mathematik.

19.04.2016
Anzeige