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Stralsund Aufmarsch durch die Stadt blieb friedlich
Vorpommern Stralsund Aufmarsch durch die Stadt blieb friedlich
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22:28 12.10.2018
Aufmarsch von „Vereint für Stralsund“ am Freitagabend in Stralsund mit etwa 140 Anhängern. Quelle: Christian Rödel
Stralsund

Stralsund erlebte am Freitag einen friedlichen Demonstrationsabend. Etwa 140 Anhänger der Initiative „Vereint für Stralsund“ hatten sich in der Bahnhofstraße versammelt und zogen von dort unter dem Motto „Unser Land, unsere Stadt, unsere Regeln“ Richtung Innenstadt. Die Mitstreiter der patriotischen Bewegung riefen „Heimat, Freiheit, Tradition - Multikulti Endstation“ oder „Das ist unser Land“.

Etwa 140 Anhänger von „Vereint für Stralsund“ zogen am Freitagabend vom Bahnhof in Richtung Alter und Neuer Markt.Die Polizei verhinderte sowohl an der Deutschen Bank als auch am Alten Markt ein direktes Aufeinandertreffen mit den Gegendemonstranten.

Etwas lauter wurde es nahe der Deutschen Bank, wo nach Polizeischätzungen 70 Gegendemonstranten warteten und zu einer Mahnwache angetreten waren. Die Marschierenden skandierten: „Das System ist am Ende. Wir sind die Wende“ oder „Merkel muss weg“. Während des Vorbeiziehens an den Gegendemonstranten hieß es „Antifa nach Afrika!“ Die wiederum antworteten lautstark „Nationalismus raus aus dem Köpfen“ und sangen immer wieder „Alerta, Alerta, Antifaschista“.

Durch den ruhigen, aber taktisch klugen Einsatz der Polizei, die mit schätzungsweise 20 Einsatzwagen vor Ort war, konnte ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Gruppen verhindert werden. Und das nicht nur an der Bank-Kreuzung, sondern auch in der gesamten Innenstadt und am Alten Markt, wo sich auch einige Gegendemonstranten versammelt hatten. Überall hatten Beamte die Seitenstraßen abgesperrt, so dass beide Gruppen ständig getrennt blieben.

Auf dem Alten Markt wollte auch „Die Partei“ mit etwa 20 Teilnehmern ein Zeichen setzen. „Frost im Herzen? Nicht mit der Partei der Liebe!“  oder „Es wird deutsch in Kaltland“ hieß es bei der satirischen Partei.

Auffallend war aber auch, dass es sowohl beim Aufmarsch als auch bei der Gegen-Veranstaltung hieß „Nicht provozieren lassen.“ Und so blieb es an diesem schon fast sommerlich warmen Abend in der Stadt friedlich. Es wurde zwar manchmal ganz schön laut, aber gab keine Ausschreitungen, Festnahmen oder gar Verletzte. Gegen 19.30 Uhr waren Aufmarsch und Mahnwachen beendet.

Sommer Ines

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