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Aufregung um grüne Pampe an der Biogas-Anlage

Stralsund Aufregung um grüne Pampe an der Biogas-Anlage

Experte vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt schließt strafrechtlichen Hintergrund aus.

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Die bräunliche bis grüngraue Masse in dem Graben an der Biogasanlage soll natürlichen Ursprungs sein.

Quelle: privat

Stralsund. Die Wählergruppe Adomeit rief am vergangenen Freitag die Wasserschutzpolizei auf den Plan. Für Aufregung sorgte ein mit grüner Pampe gefüllter Graben an der Stralsunder Biogas-Anlage im Industriegebiet Lüdershagen, die von den Stralsunder Stadtwerken (SWS) betrieben wird.

„Wir haben einen Hinweis bekommen, dass bei der unteren Naturschutzbehörde eine Anzeige vorliegen soll“, erklärte das Fraktionsmitglied Dorit Junge (33). „In Vorbereitung einer Anfrage für die nächste Bürgerschaftssitzung wollte ich mir das vor Ort ansehen“, betonte sie.

Daraufhin habe sie festgestellt, dass der Graben, der zu einem Biotop führe, mit einer bräunlich bis dunkelgrünen Masse gefüllt gewesen sei. Die Pampe habe „gen Himmel gestunken“. Außerdem hätte das Zeug „geblubbert, so wie kochendes Wasser“, beschrieb die Stralsunderin. Daraufhin habe ihr Fraktionskollege Michael Adomeit die Polizei alarmiert. Auch Klaus Weber als Vertreter des Naturschutzbundes habe sich die Sache angesehen.

Das Polizeihauptrevier übergab den Fall an die Wasserschutzpolizei. „Wir wurden gegen 16.40 Uhr wegen des Verdachts, dass umweltgefährdende Stoffe ausgetreten sind, informiert“, sagte Lutz Klement (58) von der Stralsunder Behörde.

Daraufhin hätten zwei Kollegen die Ermittlungen aufgenommen und auch eine Wasserprobe entnommen. Die „angebliche Verunreinigung mit einer undefinierbaren Flüssigkeit“ sollte aus einem Überlauf der Anlage stammen, schildert Klement. Umgehend habe man den Bereitschaftsdienst des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) hinzugezogen.

Der Experte hätte jedoch festgestellt, dass keine Stoffe aus der Anlage austreten. Einen strafrechtlichen Hintergrund schloss er somit aus. Der gemessene pH-Wert sei neutral gewesen. Der rund 400 Meter lange Graben sei außerdem zur Hälfte trocken gewesen.

Die graugrüne Verfärbung stammt nach Auskunft des Stalu-Mitarbeiters von absterbenden Pflanzenteilen in einem stehenden Gewässer. Im Protokoll heißt es dazu, dass es sich um einen „völlig natürlichen Vorgang bei fehlendem Sauerstoffeintrag in ein Gewässer“ handelt.

 

mw

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