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Stralsund Aus dem Hörsaal in die eigene Firma
Vorpommern Stralsund Aus dem Hörsaal in die eigene Firma
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00:00 09.05.2016
Marius Drüding (r.) und Frank Mersmann an der Schleifmaschine in ihrer Firma „Treibholz“. Das Unternehmen baut Longboards — Bretter auf Rollen. Der Weg in die Selbstständigkeit wird auf dem 14. STeP-Kongress eine besondere Rolle spielen. Quelle: Christian Rödel

Marius Drüding kennt die Stralsunder Tagung (STeP) für erfolgreiche Projekte bereits. Ich hab' da als Student mal als Zuhörer teilgenommen, sagt der 27-Jährige. Heute hat er seinen Master in der Tasche. Schwerpunkt seines Studiums war der Fachbereich Klein- und Mittelständische Unternehmen.

Von seiner Stippvisite bei dem Kongress ist ihm vor allem in Erinnerung geblieben: „Es war interessant, die Verflechtungen von Wirtschaft und Politik auf regionaler Ebene zu erleben und was sich damit bewegen lässt. Schließlich waren viele wichtige Leute da.“

Es kann gut sein, dass Marius Drüding am Donnerstag auch zu den wichtigen Leuten zählt — gemeinsam mit Jost-Henrik Lübbert. Beide sind gebeten worden, auf dem 14. STeP-Kongress im Rathaus der Hansestadt eins der fünf Referate zu halten.

Zu den Rednern zählen weiterhin unter anderem Walther Kienast, ehemaliger Geschäftsführer von Greifenfleisch Greifswald, Dr. Ronald Zabel, Geschäftsführer der Stralsunder Uhlenhaus Group und Stefan Suckow, Vorstandsmitglied der Stralsunder Mittelstandsvereinigung.

Drüding und Lübbert haben sich auf das Thema „Treibholz Gründung und Gründungsinitiative“ vorbereitet. Marius Drüding hat sich gemeinsam mit seinem Kompagnon Frank Mersmann selbstständig gemacht.

Beide haben die Firma Treibholz gegründet und produzieren Longboards — Bretter auf Rollen — gewissermaßen die größeren Geschwister der Skateboards. „Marius wird über den praktischen Teil einer solchen Existenzgründung berichten, und ich werde das theoretisch untermauern“, sagt Jost-Henrik Lübbert. Der 21-Jährige studiert noch, Betriebswirtschaftslehre im sechsten Semester. Er ist dabei, weil sich die Wirtschaftsstudenten der Fachhochschule im 5./6. Semester ein Projekt wählen, bei dem sie ihr erlerntes Wissen einbringen können.

„STeP ist für mich vor allem interessant, weil die Stralsunder Mittelstandsvereinigung, die Wirtschaftsförderung und die Fachhochschule an einem Strang ziehen“, sagt Lübbert. Er freut sich auf viele Gespräche und neue unternehmerische Sichtweisen.

Vor 200 Leuten zu reden, das bereite ihm erst einmal noch keine schlaflosen Nächte. „Ich habe mich gut darauf vorbereitet“, sagt er. Die beiden werden in ihrem Referat auch solche Fragen klären:

Warum bleibt man hier und wird Unternehmer? Wie geht man an die Gründung einer Firma? Wo gibt es welche Unterstützung?

Dabei wollen sie sich die Themen zuspielen. Doch Jost wird hellwach sein müssen. Denn wenn Marius erst einmal auf die Gründung seiner Firma zu sprechen kommt, hat er viel zu erzählen. Und wer zuhört, wird schnell spüren: Es gibt sie noch, die Erfolgsgeschichten von zwei Jungs, die mit ihrer Firma in einer Garage anfingen.

Heute vertreiben die Existenzgründer nicht nur gefragte Longboards übers Internet, sondern haben auch gleich noch die nötigen Accessoires dazu in eine kleine Modelinie gepackt. Und darüber, wie es weitergeht, lässt Marius Drüding keine Zweifel: „Wir sind jetzt dabei, mit unseren Produkten regionale Shops zu erschließen.“

Getagt wird im Löwenschen Saal des Rathauses

Die 14. Stralsunder Tagung für erfolgreiche Projekte (STeP) beginnt am 12. Mai, 13 Uhr, im Löwenschen Saal des Rathauses.

200 Gäste aus der Region werden zu dieser Tagung erwartet, die sich das Ziel gesetzt hat, unter dem Motto „Move Vorpommern“ den Mittelstand der Region voranzubringen. Für Organisation und Ablauf zeichnet ein Projekt-Team von 25 Studenten zumeist aus dem Fachbereich Wirtschaft verantwortlich.

5 Referate sind geplant, unter anderem zu den Themen: "Entdecke Vorpommerns Vielfalt", "Von der Vision zum nachhaltigen Unternehmenswachstum", "Mittelstand und Organisation - Veränderungen, die nicht im Lehrbuch stehen".

• www.step.fh-stralsund.de

Von Jörg Mattern

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